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Einleitung

  • Martin Grüning
Part of the Handbibliothek für Bauingenieure book series (BAUINGENIEUR, volume 4)

Zusammenfassung

Die Geschichte des Eisenbaues ist bis in die neueste Zeit die Geschichte der eisernen Brücken. Getrieben durch die ständig wachsenden Ansprüche des Verkehrs schreitet die Entwicklung im Streben nach höheren Werten der Werkstoffeigenschaften von Stufe zu Stufe. 3 Zeiten liegen hinter uns, gekennzeichnet durch den herrschenden Baustoff, Gußeisen, Schweißeisen, Flußeisen. Die erste Zeit beginnt mit dem Bau der ersten eisernen Brücken, Straßenbrücken über den Severn bei Coalbrookdale in England (1779) und das Striegauer Wasser (1796) in Schlesien. Beide sind Bogenbrücken aus Gußeisen. Bald folgen die ersten Hängebrücken mit Gliederketten aus Schweißeisen. Die Eisenbahn verdrängt das Gußeisen, dessen Sprödigkeit der Beanspruchungsart nicht gewachsen ist. Das Schweißeisen tritt die Herrschaft an. Nach sorgfältigen Untersuchungen durch Stephenson, Hodgkinson und Fairbairn wird es in der Bauart des Balkens bei der Britanniabrücke in England mit 3 mal 140 m Spannweite (1844–46), den Weichselbrücken bei Dirschau und Marienburg und der Rheinbrücke Köln-Deutz (1850–57) verwendet. Ungefähr gleichzeitig entsteht schon der Wettbewerber in der ersten Bessemerbirne: das Flußeisen. Jedoch trotz Erfindung des Siemens-Martin-Ofens im Anfang des 7. Jahrzehntes und der Thomasbirne in der Mitte des 8. dringt das Flußeisen zunächst nicht durch. Nur einzelne Brücken in Holland und Amerika entstehen. Da hierbei auch ungünstige Erfahrungen gemacht werden, trifft der neue Baustoff vielfach auf Mißtrauen.

Literatur

  1. 1.
    Albrecht, Dr.: Die Flußmetalle im Brückenbau, gibt eine kurze historische Darstellung. Verlag Engelmann 1914.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Martin Grüning

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