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Geweih, Gewichtel, Gehörn

  • S. Schumacher von Marienfrid
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 44)

Zusammenfassung

Die bei den Cerviden (Familie der Hirsche) auftretenden Stangenbildungen am Haupte bezeichnet der Zoologe als Geweih. Es ist daher nichts dagegen einzuwenden, wenn er auch von einem Rehgeweih spricht. Der Jäger hat aber seine eigene Sprache und hält an seinen alten Bezeichnungen mit großer Zähigkeit fest, und das mit Recht. Nicht gerechtfertigt scheint mir aber das Festhalten an einer Bezeichnung, die falsch ist, und für die zudem eine andere treffendere Bezeichnung in der Weidmannssprache vorliegt. Das trifft für die nunmehr offiziell eingeführte Bezeichnung Reh-„Gehörn“ zu. Gehörn und Geweih sind zwei grundverschiedene Bildungen, und es wird sich jeder Biologe dagegen wehren, ein Geweih als Gehörn zu bezeichnen. Ebenso wehrt sich aber der Jäger, beim Rehbock von einem Geweih zu sprechen, da diese Bezeichnung in der Weidmannssprache nur für den Hirsch gebräuchlich ist. Nun haben wir aber, namentlich in den Alpenländern, die seit jeher übliche Bezeichnung „Gewichter“, eine Bezeichnung, die durchaus zutreffend ist, da ja die Stangen des Rehbockes nichts anderes sind als ein kleines Geweih.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • S. Schumacher von Marienfrid
    • 1
  1. 1.Universität InnsbruckÖsterreich

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