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Neuere Erfahrungen mit der Ultraviolettbehandlung des Ulcus serpens

  • W. Hoffmann

Zusammenfassung

Als Birch-Hirschfeld vor fast 20 Jahren die Ultraviolettbehandlung des Ulcus serpens in erheblich veränderter Form aufnahm, die Hertel im Jahre 1907 schon versucht hatte, da spielte diese Behandlung zunächst nur die bescheidene Rolle einer Hilfsmaßnahme. Die eingeführten Methoden, z. B. die Kauterisation oder das Touchieren mit 20%iger Zinksulfatlösung blieben in der Königsberger Klinik nebenher noch in Übung. Aber bald wuchs durch zunehmende Erfahrung und Verbesserung der Technik die Bestrahlung zur selbständigen Behandlung heran. Sie machte die Anwendung anderer Eingriffe immer seltener notwendig. Dabei sank die Verlustziffer, die vor Einführung der Lichtbehandlung 32% betragen hatte, bis 1924 auf 8,5%. In der letzten Zusammenfassung im Jahre 1928 betrug sie bei 571 Fällen nur noch 6;1%. Inzwischen haben wir in der Behandlung neben den unterstützenden Maßnahmen, wie Atropin und Wärmeanwendung, uns nur noch auf die Bestrahlung beschränkt und andere Eingriffe, wie die Kauterisation, selbst die Spaltung nach Saemisch überhaupt unterlassen. Nur gelegentlich, in 15 Fällen, wurde durch Punktion der Vorderkammer das eingedickte Hypopyon abgelassen. Die Resultate seit 1928 geben also ein ungetrübtes Bild von der Leistungsfähigkeit der Lichtbehandlung. Wenn wir unsere Erfahrung nach einem Zeitraum von 6 Jahren bekannt geben, geschieht es einmal aus dem Grunde, über eine genügend grosse Zahl von Beobachtungen zu verfügen, bei der Zufälligkeiten keine entscheidende Rolle mehr spielen, zum anderen deshalb, um auch über den späteren Verlauf nach Abschluss der Behandlung unterrichtet zu sein.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann 1934

Authors and Affiliations

  • W. Hoffmann
    • 1
  1. 1.Königsberg i. Pr.Deutschland

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