Die Jute pp 108-565 | Cite as

Die Spinnerei

  • E. Nonnenmacher
Chapter
Part of the Technologie der Textilfasern book series (TETE, volume 5/III)

Zusammenfassung

Vor der eingehenden Beschreibung der einzelnen Arbeitsvorgänge und der dazu verwendeten Maschinen seien folgende allgemeine Bemerkungen über die Anlage und die Auf Stellung der Maschinen einer Jutespinnerei vorweggenommen.

Literatur

  1. 1.
    Vgl. Woodhouse and Kilgour: Jute and Jute Spinning. Manchester 1920, Band I.Google Scholar
  2. 1.
    In Holde, D.: Untersuchung der Kohlenwasserstoff öle und Fette, Berlin 1918, finden sich u. a. die für eine Gütebeurteilung der zum Batschen von Jute gebräuchlichen Materialien, wie Tran, Batschöl und Seife, in Frage kommenden chemischen Untersuchungsmethoden. Diese sind auch von H. Rudolph in M. T. B. 1923, H. 3 zusammengestellt. Nachstehende Tabelle enthält die wichtigsten physikalischen und chemischen „Kennzahlen“ dieser Stoffe, wie spez. Gewicht, Zähigkeit, Erstarrungspunkt, Verseifungszahl und Jodzahl (nach Holde: S. 586). Die Verseifungszahl weist den Gehalt an Verseifbarem aus und gibt diejenige Menge Kalihydrat (KOH) in Milligramm an, die zur Verseifung von 1 g Fett erforderlich ist. Über die Art der Bestimmung vgl. Holde: S. 555. Beimengungen von Mineralöl zu Fettölen werden nach dem Verfahren von Spitz und Hönig entsprechend dem Gehalt an Unverseifbarem festgestellt. (Die Verseifungszahl für Mineralöl ist = 0; s. Holde: S. 286.) Da der Begriff „Verseifbarkeit“ nach den Ausführungen in der Chem.-Zg. 1924, S. 86, nicht eindeutig festliegt, erscheint es zweckmäßig, bei Prüfung eines Fettöles lediglich den Gehalt an „Unverseifbarem“ festzustellen, der dann alles Nichtfett, d. h. alles, was nicht Fettsäure oder Glyzerin ist, also auch etwaigen Wassergehalt oder Verfälschungen durch Mineralöle u. a., umfaßt. Die Jodzahl nach Hübl (s. Holde: S. 566) gibt die Aufnahmefähigkeit eines Öles für Jod, d. h. den Gehalt an ungesättigten Säuren (Ölsäure) in g Jod auf 100 g Fett an. Sie ist eine der wichtigsten Kriterien zur Prüfung der Reinheit der Fette.Google Scholar
  3. 1.
    Hersteller: Chemische Fabrik Osnabrück, Möllering & Co., Osnabrück; alleiniger Vertrieb: Ölgroßhandlung Lorenz Mohr, Hersfeld.Google Scholar
  4. 1.
    Krais, P. u. Anna Hopffe: Die bakteriellen Vorgänge beim Batsehen der Jute. Mitt. Deutsch. Forsch. Inst. Textilind. Dresden, veröffentl. in Leipz. Monatsschr. Textilind. 1927, H. 4.Google Scholar
  5. 1.
    Vgl. Woodhouse u. Kilgour: a. a. O. S. 75.Google Scholar
  6. 1.
    D. R. P. 488819, Nov. 1927, (veröff. Dez. 1929). Die zu schneidenden Juteristen werden auf 2 Förderbändern einer Kreissäge zugeführt. Während das eine Förderband zum Fortschaffen der geschnittenen Risten breiter gehalten ist, erfolgt das Wegbringen der Wurzelenden auf einem schmäleren Förderband, das durch eine stufenartige Ablenkung aus der Horizontalen ein Vermischen der abgeschnittenen Wurzeln mit der Langfaser verhindert.Google Scholar
  7. 1.
    Siehe Fußnote 1 Seite 112.Google Scholar
  8. 1.
    Die Bezeichnung „Verzug“ für das Verhältnis der Ablieferungsgeschwindigkeit zur Einzugsgeschwindigkeit, wie überhaupt allgemein für das Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeiten zweier zusammen arbeitenden Walzen bei Karden ist hier fälschlich angewendet und dem grundverschiedenen Vorgang bei den Strecken und Spinnmaschinen nachbenannt. Von einem „Verziehen“ der Fasern, wie es zwischen den Streckzylindern bei den vorgenannten Maschinen der Fall ist, ist beim Kardierungsprozeß nichts zu bemerken, wie die eingehende Schilderung der ganzen Art dieses Arbeitsprozesses S. 157ff. erkennen ließ. * Dieser Verzug spielt nur eine Rolle bei dem Zusammenarbeiten von Abnehmer und Abzugswalze, er ist aber ohne Belang für die Ermittlung des Gesamtverzugs zwischen Speisewalze und Abzugs- bzw. Lieferwalze.Google Scholar
  9. 1.
    Bisweilen wird der Uhrlänge auch die Umfangsgeschwindigkeit der Tuchwalze, bzw. die Geschwindigkeit des Zuführungstüches zugrunde gelegt. Bei Berechnung der Umfangsgeschwindigkeit der Tuchwalze muß deren Durchmesser die doppelte Stärke des Zuführungstuches zugezählt werden. Entsprechend der Differenz in den Umfangsgeschwindigkeiten der Speisewalze und der Tuchwalze ergibt die Berechnung der Uhrlänge nach beiden Methoden kleine Unterschiede. Man zieht meist die Berechnung nach der Speisewalze vor.Google Scholar
  10. 1.
    Von den hölzernen Walzen ist man heute fast ganz abgekommen. Die Firma Seydel, Bielefeld, deren Karden im übrigen sowohl in Konstruktion als auch in Ausführung den Liebseher-Karden ähnlich sind, stellt die Abnehmerwalze aus Gußeisen her.Google Scholar
  11. 1.
    Frenzel: Untersuchungen über den Kraftbedarf der Maschinen in den Jutespinnereien und Webereien. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1920, H. 9.Google Scholar
  12. 1.
    A. a. O. Untersuchungen über den Kraftbedarf der Maschinen in den Jutespinnereien und -webereien.Google Scholar
  13. 1.
    Neuerdings wird dieser Apparat auch von der S. M. F. Seydel, Bielefeld, in etwas vereinfachter Form gebaut.Google Scholar
  14. 1.
    Die Firma C. Osw. Liebs cher, Chemnitz, hat in neuerer Zeit ebenfalls einen „Rekuperator“ genannten Faserspar-Apparat herausgebracht, der wesentlich einfacher ist, da er keine beweglichen Teile aufweist. Bis jetzt hat dieser Apparat jedoch nur bei Hanfkarden Anwendung gefunden. Versuche an Jutekarden sollen allerdings ebenfalls befriedigend ausgefallen sein.Google Scholar
  15. 1.
    Allgemein finden Feinkarden mit Streckkopf nur bei der Verarbeitung von Flachs- und Hanfwerg Verwendung, doch sind neuerdings verschiedene Jutespinnereien dazu übergegangen, Jute-Cuttings und Juteabfälle auf derartigen Karden zu verarbeiten. Diese Karden liefern zwar ein sehr schönes, reines Band vom Streckkopf ab, doch können sie nicht annähernd die Produktion der üblichen Jutekarden erreichen, auch sind naturgemäß die Faserverluste infolge der viel schärferen Aufschließung und Reinigung erheblich größer.Google Scholar
  16. 1.
    Vgl. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1928, H. 9, 11; 1929, H. 1.Google Scholar
  17. 1.
    Sommer, H.: Untersuchungen über den Einfluß des Einkardenspinnverfahrens in der Juteinlustrie auf die hergestellten Erzeugnisse und auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebssystems. Halle a. d. S. 1924.Google Scholar
  18. 2.
    Bezüglich der Ausdrücke „größte Faserlänge“, „mittlere Faserlänge im Querschnitt“ und „wirkliche mittlere Faserlänge der Gespinste“ sei auf die Arbeit selbst verwiesen.Google Scholar
  19. 1.
    Zweckmäßig wird man bei der Einkarde die Uhrlänge verkürzen, d. h. die Uhr schneller umlaufen lassen, so daß wiederum auf eine Uhrumdrehung ein Bündel kommt.Google Scholar
  20. 1.
    Verzug zwischen Einzugs- und Ablieferwalze.Google Scholar
  21. 2.
    Bezogen auf die Einzugswalzen.Google Scholar
  22. 3.
    Über Tuch gemessen.Google Scholar
  23. 4.
    Unter Berücksichtigung der Riffelung.Google Scholar
  24. 1.
    Über eine Reihe bewährter Kardenverriegelungen berichtet Dipl.-Ing. Windel im D.-L.-I. 1930, H. 12–14.Google Scholar
  25. 1.
    Hierzu sei bemerkt, daß diese faserteilende und hechelnde Wirkung des Streekfeldes (das aus diesem Grunde aber zu Unrecht auch als „Hechelfeld“ bezeichnet wird) nur sehr gering ist und keineswegs zu den Aufgaben der Strecken, wie vielfach angenommen wird (z. B. auch von Pfuhl a. a. 0. S. 197), gehört. Wie gering nur die Hechelwirkung des Streckfeldes sein kann, zeigt z.B. ein Vergleich der beim Streckprozeß in Tätigkeit tretenden Anzahl Nadeln und deren ftelativgesehwindigkeit zu den Faserbändern mit der beim Kardierprozeß zur Wirkung kommenden, weit größeren Menge von Nadeln und den hierbei auftretenden Relativgeschwindigkeiten der einzelnen Arbeitswalzen. Fasern oder Faserbündel, die trotz der intensiven Einwirkung der Kardennadeln noch nicht gespalten sind, werden kaum eine weitere erhebliche Teilung beim Passieren der Strecke erleiden, es sei denn, daß, wie man es bei den Kardenbändern manchmal beobachten kann, bereits angespaltene Faserbündel enthalten sind, die beim Einstechen der Gillnadeln vollends zerfallen.Google Scholar
  26. 1.
    Unter „Faller“ versteht man meistens die Nadelstäbe bei Schraubenstrecken, die deshalb oft auch als „Fallerstrecken“ bezeichnet werden, vgl. S. 271.Google Scholar
  27. 1.
    Siehe Fußnote 1 Seite 122.Google Scholar
  28. 1.
    D.R.G.M.957771. Die Firma Gaier, die alleinige Herstellerin dieser Druckzylinder ist, verwendet hierbei ausschließlich Kugel- und Rollenlager der S.K.F.Norma (jetzt Ver. Kugellagerfabriken A.G. Berlin).Google Scholar
  29. 1.
    Vgl. The Textüe Manufacturer Year Book 1928, S. 369.Google Scholar
  30. 1.
    Leipz. Monatsschr. Textilind. 1920, H. 9.Google Scholar
  31. 1.
    Aus den obigen Darlegungen geht übrigens hervor, daß der Spulenantrieb auch ohne Differentialgetriebe denkbar ist. Man könnte beispielsweise die Drehbewegung der Spulenbetriebswelle direkt — also ohne Mitwirkung der Hauptwelle — durch einen der unter a) bis c) genannten Reibungstriebe veränderlich gestalten, so daß ihre Umlaufzahl mit zunehmendem Spulendurchmesser so zunimmt, daß das Aufwindegesetz Gl. (3) stets erfüllt ist. Tatsächlich sind die ältesten Baumwollflyer auch ohne Differential gebaut worden. Mit der Zunahme der Spulenzahl konnte der direkte Reibungstrieb nicht mehr verwendet werden, da die zu übertragenden Kräfte zu groß wurden. Durch den Einbau eines Differentialgetriebes, das Houldsworth erstmals in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zur Anwendung brachte, hat der Konusriemen oder das Reibscheibengetriebe nur einen geringen Bruchteil der zum Antrieb der Spulenbankwelle erforderlichen Arbeit zu übertragen, während der Hauptteil durch den direkten Spulenantrieb geleitet wird, oder mit andern Worten: Dem Konustrieb oder dem Reibscheibengetriebe bleibt nur die Arbeit, die für die Spannung und Aufwindung des Vorgarnes erforderliche Geschwindigkeitsdifferenz zu erzeugen. Das Differential wird gewissermaßen durch die Fadenspannung gezogen. Nur auf diese Weise konnten die unter a) bis c) genannten Friktionstriebe bei den heutigen großen Vorspinnmaschinen für die Aufwindung noch Verwendung finden.Google Scholar
  32. 1.
    Man hat es also hier statt mit Kegelflächen eigentlich mit Hyperboloiden zu tun. Die für diese Fläche auch häufig gebrauchte Bezeichnung „Konoid“ ist irreführend. In der Mathematik versteht man unter Konoid eine Fläche, die durch Bewegung einer Geraden erzeugt wird, die eine Kurve (Leitlinie) und eine Gerade (Achse) schneidet und einer Ebene (Richtebene) parallel bleibt.Google Scholar
  33. 1.
    Vielfach findet man die irrtümliche Ansicht verbreitet, als ob diese epizyklische Spulenbewegung von Einfluß auf die Drahtgebung des Vorgarnes wäre. Nach den Darlegungen S. 317 wird die Drehung des Vorgarnes jedoch einzig und allein bestimmt durch das Verhältnis der Spindelumlaufzahl zu der Lieferung des Streckzylinders bezogen auf den gleichen Zeitintervall. Differenzen in dem Verhältnis der Spulen Umlaufzahl zur Spindelumlaufzahl beeinflussen die Aufwindumdrehungen und daher die Spannung des aufwindenden Vorgarnes. Unter Umständen kann durch zu starke Spannung falscher Verzug und damit sogenanntes „schnittiges“ Vorgarn entstehen. Auf einem ähnlichen Trugschluß beruht die ebenfalls häufig, sogar in neuerer Literatur zu findende Behauptung, daß infolge der zweireihigen Anordnung der Spindeln bei Vorspinnmaschinen die vordere oder äußere Spindelreihe weniger gedrehtes Vorgarn liefere als die innere Spindelreihe „infolge der größeren freilaufenden Fadenlänge zwischen Streckzylinder und Flügelkopf der äußeren Spindelreihe“. Allerdings ist infolge des verschieden großen Auflaufwinkels der Vorgarnfäden in der vorderen und hinteren Spindelreihe die Entfernung zwischen Flügelkopf und Streckzylinder verschieden groß (vgl. Abb. 310), doch kann diese Verschiedenheit der freilaufenden Fadenlänge nur für die erste, von der Spinnerin beim Ingangsetzen der Maschine dem Vorgarn von Hand erteilten Draht-gebung von (übrigens unbedeutendem) Einfluß sein; danach wird die Drehung allein, wie oben schon angeführt, durch die Lieferung des Zylinders und die Umlaufzahl der Spindeln bestimmt. Dagegen hat der verschieden große Auflaufwinkel des Vorgarnes einen verschieden großen Reibungswiderstand an dem Flügelkopf zur Folge. Dieser ist, wie leicht ersichtlich, an den Flügelköpfen der äußeren Reihe größer als an den der inneren Reihe. Durch diese größere Hemmung wird das Fadenstück zwischen Lieferungszylinder und Flügelkopf stets lockerer, d. h. geringer gespannt, durchlaufen, als es bei glattem Passieren des Flügelkopfes der Fall wäre. Infolgedessen werden auch die Spulen der vorderen Reihe mit geringerer Spannung, d. h. loser gewickelt als die der hinteren Reihe. Naturgemäß findet bei der Überwindung des größeren Reibungswiderstandes auch eine gewisse Dehnung bzw. Verziehung des Vorgarnes der vorderen Spindelreihe statt, doch ist dieses infolge seiner Geringfügigkeit unter sonst normalen Verhältnissen ohne praktische Bedeutung. (Vgl. auch Leipz. Monatsschr. Textilind. 1928, EL 2; E. Bayer: Ungleiche Luntendrehung an Flyern.)Google Scholar
  34. 1.
    Stattdes alten Houlds-worthschen Kegelräderdif-ferentiales verwendet Low bei seinen neuesten Maschinen vielfach ein Stirnräderdifferential von Curtis & Rhodes. Abb. 328 zeigt in schematischer Weise dieses Getriebe, bei dem, wie bei den früher schon beschriebenenDifferentialen ähnlicher Bauart sämtliche Räder nach einer Richtung umlaufen. An Stelle des Antriebsrades K sitzt in diesem Falle auf der Hauptantriebswelle A ein dicht abgeschlossenes Gehäuse K, das mit der Hauptwelle fest verbunden ist und deren Umdrehungen somit mitmacht. In der Mittelwand dieses Gehäuses ist exzentrisch zur Hauptwelle eine auf Kugellager laufende Welle gelagert, an deren Enden die Stirnräder K 0 und K 01 sitzen. Rad K 0 steht durch ein Zwischenrad im Eingriff mit dem Stirnrad J, das auf einer auf der Hauptwelle lose sitzenden Büchse festgekeilt ist, an deren anderem Ende ein zweites Zahnrad sitzt, das seinen Antrieb von der Reibungsrolle des Tellergetriebes über mehrere Zwischenräder erhält. Rad K 01 dagegen greift in das Stirnrad K1 ein, das auf der Nabe des lose auf der Hauptwelle laufenden Spulenrades L aufgekeilt ist. Wie aus dieser Anordnung ersichtlich ist, hat man bei diesem Getriebe als eigentliches Differentialrad das Rad J zu betrachten. Wendet man in ähnlicher Weise wie S. 330ff. das d. h. so groß wie n J, oder mit anderen Worten: Die Räder J, L, Gehäuse K mit sämtlichen Rädern drehen sich miteinander, gewissermaßen zusammengekuppelt, 250mal in der Minute um die Welle A. Hieraus ergibt sich, daß, wenn die Umlauf zahl des Differentialrades J von 80 auf 250 steigt, d. h. um 170 Umläufe zunimmt, gleichzeitig die Umlaufzahl des Spulenrades von 335 auf 250 fällt, d. h. um 85 Umläufe abnimmt, oder mit anderen Worten: für je 2 Umdrehungen des Differentialrades vermindert sich die Umlaufzahl des Spulenrades um eine Umdrehung.Google Scholar
  35. 1.
    Leipz. Monatssehr. Textilind. 1920, H. 9.Google Scholar
  36. 1.
    Bei Verwendung vonAbschneidekolonnen erhöht sich die Zahl der Arbeitskräfte um 4 bis 5 Jugendliche.Google Scholar
  37. 1.
    Naturgemäß schalten diese Bedenken bezüglich Amortisations- und Zinskosten sofort aus, sobald die Möglichkeit des Verfahrens von Doppelschichten gegeben ist.Google Scholar
  38. 1.
    Hier sei noch auf eine von der Fa. Douglas Fraser & Sons, Arbroath, soeben herausgebrachte Neuerung hingewiesen, bei welcher die Bänderkannen an Karden und Strecken ganz in Wegfall kommen. An ihrer Stelle wird das von den Ablieferungswalzen der Karden oder Strecken ablaufende Band über eine Führungswalze einem „Band-Rollenformer“ zugeführt, der das Band selbsttätig in Form einer festen Rolle ohne Kern aufwickelt. DieGoogle Scholar
  39. 1.
    Ausziehen oder Strecken des groben Vorgarnfadens bis zu einer dem zu erzeugenden Garn entsprechenden Feinheit, wobei sich gleichzeitig der lose Draht des Vorgarnes löst und die Fasern in paralleler Richtung ausgezogen werden.Google Scholar
  40. 2.
    Zusammendrehen dieser ausgezogenen Faserbändchen zu einem zusammenhängenden Faden von größtmöglicher Gleichmäßigkeit, der infolge der Umschlingung der einzelnen Fasern in Schraubenlinien genügende Festigkeit erhält. Letztere ist naturgemäß von der Drahtgebung abhängig, die im übrigen durch den Verwendungszweck des Garnes bestimmt wird.Google Scholar
  41. 3.
    Aufwinden des fertiggesponnenen Fadens und Bildung besonderer Garnkörper, die sich im weiteren Verarbeitungsprozeß leicht wieder abziehen lassen. sich zwischen 2 Scheiben bildende Bandrolle wird von einer geriffelten, von der Lieferwalze aus angetriebenen Walze, gegen welche sie sich unter einem gewissen Druck legt, mitgenommen, so daß unter diesem Druck sich stets festgewickelte Rollen ergeben. Nach Erreichen eines bestimmten Durchmessers werden die die Bandrolle festhaltenden Scheiben selbsttätig nach der Seite geklappt, so daß die Rolle freigegeben wird und in einen vor der Vorrichtung stehenden Behälter fallen kann. Der Durchmesser der Rollen beträgt bei Vor- und Feinkarden etwa 24 Zoll bei 5 bis 6 Zoll Breite, während an den Strecken ein Durchmesser von etwa 18Zoll genügt. Da die auf diese Rollen gewickelte Länge etwa dem 2-bis 3 fachen Inhalt einer gewöhnlichen Bänderkanne entspricht, sollen mit dem Rollenformer die gleichen Vorteile erzielt werden wie bei den oben beschriebenen großen Spinnkannen, nämlich lange Laufzeiten, also geringe Bedienung; weniger Anstückelungen, also weniger Abfall und gleichmäßigere Bänder. Das Abwickeln dieser Bandrollen, die auf der Einlaufseite der Feinkarden, bzw. der Vorstrecken in gleicher Anzahl, wie bisher die Bänderkannen, angesetzt werden, erfolgt auf geriffelten Walzen, auf welche die Rollen nebeneinander aufgesetzt werden. Da diese Riffelwalzen einen direkten Antrieb erhalten, ist ein störungsfreier Ablauf der Bänder gewährleistet. Betriebserfahrungen aus der Praxis Hegen noch nicht vor, doch erhofft die herstellende Firma neben der Ersparnis der Spinnkannen und etwaigen Kannendreh- und Bänderstopfvorrichtungen eine bedeutende Ersparnis an Arbeitskräften, da das Wickeln ganz automatisch vor sich geht. Fraser rechnet damit, daß ein Junge mindestens 4 Vorkarden und ein Mädchen 3 oder mehr zweiköpfige Strecken bedienen kann. Weiterhin erhofft Fraser eine Erhöhung der Produktion durch schnelleren Gang der Maschinen, der infolge des gleichmäßigeren, glatteren Ausfalles der Bänder ermöglicht wird. Da auch der Preis der ganzen Einrichtung in mäßigen Grenzen bleibt, soll sich der Einbau dieser Vorrichtungen, der sich, ohne großen Platz zu beanspruchen, in einfacher Weise an Karden und Strecken vornehmen läßt, nach der Rentabilitätsberechnung Fräsers in verhältnismäßig kurzer Zeit bezahlt machen. Inwieweit diese Erwartungen erfüllt werden, muß noch die Praxis erweisen.Google Scholar
  42. 1.
    Die Bezeichnung „Watermaschine“, als deren Erfinder bekanntlich Richard Ark-wright (1768) gilt, ist auf den Wasserantrieb der ersten Maschinen zurückzuführen, während die Bezeichnung „Drosselmaschine“ (throstle = Drossel) auf dem singenden Geräusch der sich mit hoher Umlauf zahl drehenden Spindeln beruht.Google Scholar
  43. 1.
    Siehe Fußnote S. 112.Google Scholar
  44. 2.
    Der Kopfdurchmesser a ist zwischen den angegebenen Grenzmaßen je nach den vorhandenen Maschinen zu bestimmen und bei Bestellung anzugeben.Google Scholar
  45. 3.
    Noch nicht festgelegt.Google Scholar
  46. 1.
    Lsipz. Monatsschr. Textilind. 1920, h. 9.Google Scholar
  47. 1.
    Leipz. Monatsschr. Textilind. 1920, H. 9. Herzog, Technologie Bd. V/3, Jute I.Google Scholar
  48. 1.
    Bereits vor dem Krieg von Direktor Vick im Werk Mannheim-Waldhof der Vereinigten Jute- Spinnereien und Webereien A.G.Hamburg (früher Süddeutsche Jute-Industrie) als Ergebnis längerer Versuche eingeführt.Google Scholar
  49. 1.
    Von der Fa. Seydel & Co., Bielefeld wird ein von der Deutschen Vaciram-Öl A.-G., Hamburg hergestelltes „Gargoyle-Veloeite-Öl A“ empfohlen, das sich auf Grund von Versuchen, wie auch langen Betriebserfahrungen als besonders geeignet erwiesen hat.Google Scholar
  50. 1.
    Näheres hierüber siehe im Prospekt der genannten Firma.Google Scholar
  51. 2.
    Vgl. Dr. Ing. H. Brüggemann, München: Über Rollenlagerspindein. Leipz. Monats-sehr. Textilind. 1929, H. 10.Google Scholar
  52. 1.
    Vgl. „Der elektrische Spinnflügelantrieb“ von Dr.-Ing. Schneider. Siemens-Zeitschr. 1925, H. 12.Google Scholar
  53. 1.
    Nach Wilbert: Elektro-Spinn- u. Zwirnmaschinen. Siemens-Zeitschr. 1929, H. 1.Google Scholar
  54. 1.
    Diese Annahme setzt gleichbleibende Gleitverhältnisse voraus, die naturgemäß von der Schmierung und Temperatur abhängen.Google Scholar
  55. 2.
    Vgl. Baltz: Der Spinnflügel. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1927, H. 3.Google Scholar
  56. 1.
    Näheres hierüber vgl. Blanc: Asynchrone Frequenzumformer, Siemens-Zeitschr. 1925, H. 12. In dieser Abhandlung sind vor allem Leistung und Wirkungsgrad der unter Ziff. 2 und 3 genannten Umformerantriebe vergleichsweise dargestellt.Google Scholar
  57. 1.
    Vgl. die in der Siemens-Zeitschrift H. 12, 1925, S. 545 veröffentlichten Versuchsergebnisse.Google Scholar
  58. 1.
    Nach einem Patent von Prince Smith & Son, Keighley.Google Scholar
  59. 1.
    Vaculine-Öl „C“ der Deutschen Vacuum-Öl-A.-G.Google Scholar
  60. 1.
    Die Firma Mackie liefert mit der Maschine eine „Zerk-Tecalemit-Spritze“. Als geeignetes Mineralfett empfiehlt sie das Gargoyle-Voco-Fett der Deutschen Vacuum-Öl-A.-G.Google Scholar
  61. 1.
    Sehr gut bewährt haben sich u. a. endlos gewebte Seidenriemen der Firma v. Dolffs & Helle, G.m.b.H., Mannheim.Google Scholar
  62. 1.
    Neuerdings werden auch mit Erfolg Metallklammern verwendet, die eine fast völlig stoßfreie Verbindung ergeben.Google Scholar
  63. 1.
    Derartige Gruppenantriebe sind an und für sich nichts Neues. Sie waren gleich dem Hängeflügel schon vor dem Krieg bekannt.Google Scholar
  64. 1.
    Die magnetische Spulenbremsung ist nichts Neues. Mit ihr befassen sich mehrere Patente, die teilweise bis in die Vorkriegszeit zurückreichen, doch ist es bislang nicht zu einer Einführung in die Praxis gekommen.Google Scholar
  65. 1.
    Der Behandlung der vorliegenden Frage, die keinesfalls hier erschöpfend erfolgen soll, sind folgende Arbeiten zugrunde gelegt: Johannsen: Handbuch der Baumwollspinnerei, 1902; Oertel, F.: Über die Geschwindigkeitsregelung bei den Ringspinnmaschinen. Meliand Textilberichte 1929, H. 8–11; Stein, G.: Untersuchungen über die Geschwindigkeitsregelung der Ringspinnmaschinen und ihren Einfluß auf die Produktion. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1927, H. 7.Google Scholar
  66. 1.
    Leipz. Monatsschr. Textilind. 1910, H. 8, S. 213.Google Scholar
  67. 2.
    a. a. O. Google Scholar
  68. 1.
    Im Auszug in Meliands Textilberichten 1927, H. 3 wiedergegeben.Google Scholar
  69. 1.
    Vgl. Rudolph, Hans: Wertziffern für Spinnerei- und Webereileistungen in der Juteindustrie. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1926, H. 11; Erwiderung von Hummel, W.: Leipz. Monatsschr. Textilind. 1927, H. 4; Erwiderung von Rudolph: Leipz. Monatsschr. Textilind. 1927, H. 7.Google Scholar
  70. 1.
    Vgl. die Dr.-Dissertation von Franz Oertel: Kraftbedarf und Wirtschaftlichkeit bei Feinspinnmaschinen. Braunschweig 1911. Wenn auch die heutigen Verhältnisse, insbesondere in bezug auf Lohnhöhe, soziale Belastung, Kraftkosten, Zinshöhe, vielfach anders gelagert sind, verdient die angeführte Arbeit auch heute noch besondere Beachtung.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • E. Nonnenmacher
    • 1
  1. 1.Hersfeld H.-N.Deutschland

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