Spektralanalyse im Röntgengebiet

  • L. Grebe
Part of the Handbuch der Physik book series (HBUP, volume 21)

Zusammenfassung

Die einfachen Gesetzmäßigkeiten im Aufbau der Röntgen-spektren machen diese geeignet zum Nachweis chemischer Elemente in Substanzen, vornehmlich, wo die chemische Analyse besondere Schwierigkeiten bietet. Im Gegensatz zum optischen Gebiet sind im Röntgengebiet die Spektren von den speziellen Anregungsbedingungen gänzlich unabhängig, wenn nur die Anregungsspannung für die betreffende Serie überschritten ist. Die kleinen Differenzen, die durch die chemische Bindung der Atome bedingt sind, haben für die praktische Spektralanalyse keine Bedeutung. Wegen der leichten Absor- bierbarkeit fallen die leichteratomigen Substanzen für die Röntgenspektralanalyse aus; erst vom Kalium, Ordnungszahl 19, an ist die emittierte Röntgenstrahlung für praktische Analysenzwecke brauchbar (Glocker). Die Empfindlichkeitsgrenze für den sicheren Nachweis eines Elementes ist nach Glocker 1) etwa 0,1 Gewichtsprozent, in günstigen Fällen etwas weniger. Dabei genügen im allgemeinen sehr kleine Substanzmengen. Nach Coster 2) läßt sich ein Element noch leicht nachweisen, wenn es zu 1% in einer Menge von 1 mg enthalten ist.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • L. Grebe
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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