Advertisement

Jakob-Creutzfeldtsche Krankheit. (Spastische Pseudosklerose Jakob.)

  • H. Josephy
Part of the Handbuch der Neurologie book series (BUMKE NEUROLOG., volume 16)

Zusammenfassung

1920 hat Jakob unter der Bezeichnung „spastische Pseudosklerose“ eine Anzahl von eigenartigen Krankheitsfällen zusammengestellt, die seiner Ansicht nach auf Grund einer gleichartigen und besonderen Symptomatologie und fast mehr noch auf Grund eines gleichartigen anatomischen Befundes eine Sonderstellung beanspruchen durften. Aus der Literatur waren einige Fälle anzureihen, so ein älterer von Woerkom und vor allem einer, den etwa gleichzeitig Creutzfeldt beschrieben und in seiner klinischen und anatomischen Eigenart hervorgehoben hatte. Wenn auch das letzte Wort über diese Jakob-Creutzfeldtsche Erkrankung — ein Name, der der Jakobschen Bezeichnung vorzuziehen ist, schon weil er nichts präjudiziert — noch nicht gesprochen ist, so rechtfertigt sich doch eine zusammenfassende Darstellung dieser eigenartigen Fälle; weitere Beobachtungen müssen dann lehren, wieweit sich ihre Sonderstellung halten läßt. Wahrscheinlich sind einzelne Beobachtungen anders zu rubrizieren, was auch Jakob selbst immer wieder erwogen hat. Wahrscheinlich läßt sich eine heredodegenerative Kerngruppe herausschälen und von anders gelagerten Fällen abtrennen. Denn wenn hier die Jakob-Creutzfeldsche Krankheit ihren Platz unter den hereditären Krankheiten gefunden hat, so ist das bisher nur begründet auf der Beobachtung zweier kranker Geschwister mit kranker Aszendenz (Fälle Baker I und II, beschrieben von Kirschbaum bzw. Meggendorfer-Stender).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Alzheimer: Über eine eigenartige Erkrankung des Zentralnervensystems mit bulbären Symptomen und schmerzhaften Krampfzuständen der Extremitäten. Z. Neur. 33, 1 (1916).Google Scholar
  2. Creutzfeld: Über eine eigenartige herdförmige Erkrankung des Zentralnervensystems. Nissls Beitr. Erg.-Bd 1920.Google Scholar
  3. Fleischhacker, A.: Familiäre chronisch-progressive Erkrankung des mittleren Lebensalters vom Pseudosklerose typ. Z. Neur. 92 (1924).Google Scholar
  4. Heidenhin: Klinische und anatomische Untersuchungen über eine eigenartige organische Erkrankung des Zentralnervensystems im Präsenium. Z. Neur. 118 (1929).Google Scholar
  5. Jakob: Über eigenartige Erkrankungen des Zentralnervensystems mit bemerkenswertem anatomischem Befunde (spastische Pseudosklerose-Encephalomyelopathie mit disseminierten Degenerationsherden). Dtsch. Z. Nervenheilk. 70, 153 (1921); Z. Neur. 64, 147 (1921).Google Scholar
  6. Jakob:Über eine der multiplen Sklerose klinisch nahestehende Erkrankung des Zentralnervensystems (spastische Pseudosklerose) mit bemerkenswertem anatomischem Befunde. Med. Klin. 1921 I.Google Scholar
  7. Kirschbaum: Zwei eigenartige Erkrankungen des Zentralnervensystems nach Art der spastischen Pseudosklerose (Jakob). Z. Neur. 92, 175 (1924).Google Scholar
  8. Meggendorfer: Klinische und genealogische Beobachtungen bei einem Fall von spastischer Pseudosklerose Jakobs. Z. Neur. 128, 337 (1930).Google Scholar
  9. Meggendorfer: Intoxikationspsychosen. Handbuch der Psychiatrie, Bd. 7. Berlin 1930Google Scholar
  10. Meyer, A.: Über eine der amyotrophischen Lateralsklerose nahestehende Erkrankung usw. Z. Neur. 121, 107 (1929).Google Scholar
  11. Stender: Weitere Beiträge zum Kapitel Spastische Pseudosklerose Jakobs. Z. Neur. 128, 528 (1930).Google Scholar
  12. Zimmermann, R: Ein weiterer Fall von Pseudosclerosis spastica. Z. Neur. 116, 1 (1928).Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1936

Authors and Affiliations

  • H. Josephy
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

Personalised recommendations