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Die Statistik des Viehstandes

  • Wilhelm Winkler
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 12)

Zusammenfassung

Wie bereits im vorausgehenden Abschnitt 3 c ausgeführt wurde, pflegt mit der Erfassung der landwirtschaftlichen Betriebe und ähnlich auch der unter 5. zu besprechenden Erfassung der gewerblichen und händlerischen Betriebe eine Statistik der in den Betrieben verwendeten, bzw. vorhandenen häuslichen Nutztiere verbunden zu werden. Es erfolgt also aus Anlaß einer landwirtschaftlichen und gewerblichen Betriebszählung eine sehr weitgehende Viehzählung. Aber sie ist nicht vollständig. Es werden wohl in ihr die gesamten häuslichen Nutztiere der Landwirtschaft erfaßt, ebenso die in den gewerblichen und händlerischen Betrieben verwendeten Zugtiere (zumeist Pferde). Nicht erfaßt werden aber durch die beiden Arten von Betriebs-zählungen die Luxuspferde, die Militär- und Polizeipferde, nicht erfaßt werden ferner die zahlreichen Fälle von Schweine-, Ziegen- oder Geflügelhaltung, die mit keinem landwirtschaftlichen (oder gewerblichen) Betrieb verbunden sind. Wir werden somit über die vorhandenen Kinder, meist auch Schafe aus einer landwirtschaftlichen Betriebszählung ein nahezu vollständiges Bild bekommen; dagegen werden die Zahlen der vorhandenen Pferde, Schweine, Ziegen, Kaninchen, Bienenstöcke, des Geflügels u. dgl. unvollständig sein. Die Durchzählung der vorhandenen häuslichen Nutztiere in einer landwirtschaftlichen und gewerblichen Betriebszählung kann also nicht eine allgemeine Viehzählung ersetzen. Diese wird die verschiedenen Haustierarten nach dem Geschlecht und entsprechenden Altersgruppen gesondert zu erfassen haben. Diese Zergliederungen dienen dazu, den Viehstand qualitativ näher zu kennzeichnen; es ist z. B. nicht gleichgültig, ob die gleiche Anzahl „Rinder“ über-wiegend aus Kälbern oder aus erwachsenen Stücken besteht. (Die Frage der Qualität neben der bloßen Stückzahl begegnet uns auch bei der Viehertragsstatistik, der Statistik der Schlachtungen. Hier wird die Beschaffenheit dank der Nähe einer Waage auch durch das Lebendgewicht gekennzeichnet.)

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© Verlag von Julius Springer · Berlin 1933

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Winkler
    • 1
  1. 1.Universität WienÖsterreich

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