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Physiologie des Pankreas

  • O. Groß
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Die physiologische Tätigkeit manifestiert sich an der Bauchspeicheldrüse ähnlich, wie dies bei allen anderen Drüsen des Körpers der Fall ist. Für die bei der Tätigkeit der Drüsen auftretenden Veränderungen bietet die Bauchspeicheldrüse ein besonders gutes Objekt zur Beobachtung, da sie die einzige Drüse ist, die bei Warmblütern während der Tätigkeit selbst, also lebend, beobachtet werden kann (Kühne und Lea). Die Methodik derartiger Untersuchungen besteht entweder darin, daß man, wie das beim Kaltblüter leicht möglich ist, die Drüsen in vivo mikroskopisch beobachtet, oder aber das zu untersuchende Organ wird in verschiedenen Phasen seiner Tätigkeit dem Körper entnommen und der mikroskopischen Untersuchung zugänglich gemacht. Die letztere Methode hat den Nachteil, daß sich sowohl postmortale als auch durch die Präparation künstlich hervorgerufene Veränderungen nicht immer mit Sicherheit ausschließen lassen. Alle Drüsen bilden ihr spezifisches Sekret aus dem Protoplasma der Zelle, indem sich dieses mit Granula anfüllt, die bei den meisten Drüsen im Zelleib gleichmäßig verteilt sind und nur den Kern frei lassen. Diese Cymogenkörner, die Claude Bernard, und zwar gerade am Pankreas, entdeckt hat, zeigen jedoch an dieser Drüse eine etwas abweichende Anordnung. Der vom Lumen abgewandte, basale Teil der Zellen ist nämlich frei von Granulis, die sich ausschließlich in dem der Lichtung zugekehrten Anteil des Zelleibes finden (Langerhans).

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© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • O. Groß

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