Das primäre Pankreascarcinom

  • O. Groß
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Die wichtigsten und häufigsten der in der Bauchspeicheldrüse vorkommenden Neoplasmen sind die Carcinome. Wie in anderen Organen kommt der Krebs sowohl als primäre, wie auch als sekundäre Neubildung vor. Die Angaben der älteren Literatur über die Häufigkeit des Pankreaskrebses sind nur mit Vorsicht zu verwerten. Bei den meisten Beobachtungen dieses Literaturabschnittes fehlen mikroskopische Untersuchungen und zweifellos sind eine große Anzahl der früher als „Scirrhusi“ bezeichneten Fälle mit unterlaufen, bei denen es sich nicht um einen Krebs, sondern um eine chronische Entzündung mit Bindegewebswucherung gehandelt hat. Diese Fälle von sog. „Scirrhus“ sind nun naturgemäß unter die primären Krebse registriert, da Metastasen oder Tumoren benachbarter Organe, die zur Verwechslung hätten führen können, fehlten. So kommt es, daß die älteren Beobachtungen über Pankreascarcinome bezüglich der Häufigkeit des Vorkommens der Krebse im Pankreas überhaupt, als vor allem auch bezüglich der Häufigkeit primärer Tumoren im besonderen, heute kaum verwendbar sind. Es kommt dazu, daß in vielen Veröffentlichungen die Frage, ob ein primäres oder sekundäres Carcinom vorlag, überhaupt nicht diskutiert wurde, sich oft auch wegen der Größe des Tumors und seines Übergreifens auf Nachbarorgane nicht entscheiden läßt.

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© Julius Springer in Berlin 1924

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  • O. Groß

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