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Die Behandlung der Pankreassteine

  • N. Guleke
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Da die Steinkrankheit in der Regel auf dem Boden einer chronischen Pankreatitis sich entwickelt, und stets mit chronisch entzündlichen Veränderungen der Bauchspeicheldrüse einhergeht, so richtet sich die innere Behandlung in erster Linie gegen die chronische Pankreatitis (s. dort), die durch Wärme, diätetische Maßnahmen und Zufuhr von Ersatzpräparaten die Krankheitssymptome und vor allem die Ausfallserscheinungen zu bekämpfen sucht. Dazu kommt auf Vorschlag von Einhorn und Gläßner die reichliche Verabfolgung von alkalischen Wässern, auch Ölkuren, die günstig auf den Abgang der Steine einwirken sollen. Beim Auftreten von SteinkoJiken wird die Anwendung von Bettruhe, Wärme und von schmerzstillenden Mitteln, vor allem Morphium, Opium und Atropin (Einhorn) empfohlen. Das nicht seltene Versagen des Morphiums hängt (nach Lazarus und Heiberg) wohl damit zusammen, daß es sich bei den durch Pankreassteine hervorgerufenen Koliken nicht um einen Muskelkrampf, sondern um eine Uberdehnung des in geringerer oder größerer Ausdehnung entzündeten Organs handelt. Nach Nußbaum und Eichhorst wirkt die subkutane Verabfolgung von Pilocarpin (0,01–0,04), das die Pankreas-sekretion steigert, in vielen Fällen außerordentlich günstig, da dadurch eine Durehspülung der Pankreasgänge, soweit sie frei sind, und unter Umständen auch eine Lockerung und Fortbewegung der Steine und sonstiger entzündlicher Produkte erreicht wird.

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© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • N. Guleke

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