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Nachtschattengewächse, Solanaceen-Drogen (Alraune, Stechapfel, Bilsenkraut, Tollkirsche)

  • Hildebert Wagner
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 99)

Zusammenfassung

Als die Spanier im Jahre 1584 aus Chile und Peru die Kartoffelpflanze nach Europa brachten, vergingen 200 Jahre, bis man sich getraute, die Kartoffel zu essen. Ähnliche Schwierigkeiten hatte die Tomate, sich bei uns als Nahrungsmittel einzubürgern. Man konnte sich einfach nicht vorstellen, daß eine Pflanzenfamilie, die so viele unheimliche Verwandte hatte, etwas Eßbares und Ungefährliches hervorbringen konnte. Zu diesen unheimlichen Verwandten zählte man damals die Tollkirsche (Atropa belladonna), das Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), den Stechapfel (Datura stramonium) und die sagenumwobene Alraune (Mandragora officinalis). Alle waren sie als Giftpflanzen bekannt. Niemand wundert es daher, daß man auch gegenüber der Kartoffel mißtrauisch war. Tatsächlich ist die Kartoffel auch das einzige, was an dieser Pflanze genießbar ist. Alles andere, das Kraut, die Blüten und die Früchte enthalten gefährliche Giftstoffe. Deshalb ist das Kartoffelkraut als Viehfutter ungeeignet und wird verbrannt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Hildebert Wagner
    • 1
  1. 1.Instituts für Pharmazeutische ArzneimittellehreUniversität MünchenDeutschland

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