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Vorwiegend glomeruläre Nephropathien

  • Reinhold Kluthe
  • Norbert Szczeponik

Zusammenfassung

Die akute diffuse Glomerulonephritis ist immer — auch bei klinisch leichtem Verlauf — als schwere Erkrankung anzusehen. Die Prognose bleibt zunächst ungewiß. Der Kranke ist arbeitsunfähig und hat, selbst bei raschem Rückgang der klinischen Symptomatik, für wenigstens vier Wochen unter entsprechender Behandlung strenge Bettruhe einzuhalten. Erst wenn alle typischen Symptome (Hämaturie, Proteinurie,Hypertonie, Ödeme; Zylindrurie, Konzentrationsschwäche) sich zurückgebildet haben, wenn eventuelle durch Clearance-Bestimmungen (endogene Kreatinin- oder Inulin-PAH-Clearance) faßbare Nierenfunktionsstörungen wieder behoben sind und gegebenenfalls der Antistreptolysintiter wieder normalisiert ist, kann mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eine Heilung angenommen werden. Dies wird in der Regel nach 4–8 Wochen der Fall sein. Dann darf eine vorsichtig dosierte körperliche Belastung unter Kontrolle von Harnsediment (möglichst unter Anwendung quantitativer Verfahren), Proteinurie und Blutdruck gestattet werden. Ein Wiederauftreten eines dieser Symptome unter Belastung macht erneute strenge Schonung für etwa vier Wochen notwendig.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Reinhold Kluthe
    • 1
  • Norbert Szczeponik
    • 1
  1. 1.Medizinische Universitäts-PoliklinikFreiburg i. Br.Deutschland

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