Binokularverhalten bei 10- bis 12jährigen Kindern mit Schreibund Leseschwäche

  • E. Kraus-Mackiw
  • M. Müller-Küppers
  • G. Rabetge
Part of the Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft book series (OPHTHALMOLOG, volume 76)

Zusammenfassung

Die Diskussion über Erscheinungsbild, Ausmaß und Ursachen von Schwierigkeiten, die Kinder beim Erlernen des Lesens und Schreibens haben, wird im deutschsprachigen Raum unter dem Stichwort Legasthenie geführt (Boldt, 1977). Legasthene Kinder haben — bei durchschnittlicher Intelligenz — Schwierigkeiten, bestimmte Buchstabenkonstellationen, insbesondere Umlaute, Doppellaute u.a. richtig zu erfassen. Beim Spontan- und Diktatschreiben gelingt ihnen nicht die Analyse der Wortgestalt und die richtige Reihenfolge der Buchstaben. Sie vergessen oder verdoppeln Vokale, lassen Endsilben weg und verwirren mit ihren Schreibprodukten gleichermaßen Eltern wie Lehrer. Beim Lesen ist die Fähigkeit, Buchstaben zu Silben und zum Wort zu verbinden, vermindert. Deshalb vermögen sie Texte nur stockend zu bewältigen, ersetzen ähnlich aussehende Worte durch ähnlich klingende und zeigen heftiges Widerstreben, unbekannte Texte vorlesen zu müssen.

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Literatur

  1. Boldt, W.: Zur Lage der Legasthenieforschung. Thesen, Beiträge und Ergebnisse eines Rundgespräches der deutschen Forschungsgemeinschaft, Bad Homburg, 1 u. 2. 11. 1976. Bonn-Bad Godesberg (1977).Google Scholar
  2. Mackensen, G., Wiegmann, O.: Lesebewegungen. Ber. Dtsch. Ophthalmol. Ges. 62, 121–126 (1959).Google Scholar
  3. Müller-Köppers, M.: Die Legasthenie aus kinderpsychiatrischer Sicht. 29. Therapiekongreß, Karlsruhe, 27. 8.-2. 9. 1977Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • E. Kraus-Mackiw
    • 1
  • M. Müller-Küppers
    • 1
  • G. Rabetge
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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