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Chirurgische Infektionen

  • E. Kern
  • H. Schott

Zusammenfassung

Die „chirurgischen Infektionen“ bieten viele Probleme. Eines davon besteht darin, daß sie nach wie vor didaktisch nach Prinzipien abgehandelt werden (und vielleicht werden müssen), die heute irrelevant und anachronistisch sind: So gründen sich die Begriffe „spezifisch“ und „unspezifisch“ auf die histologische Diagnose von Granulomen und stammen aus der Zeit, als man von den Erregern nur wenig wußte. Für das chirurgische Verständnis, vor allem des Anfängers, und für das praktische Vorgehen bringt dies jedoch genau so wenig wie die gemeinsame Abhandlung von so grundverschiedenen Erkrankungen wie Gasbrand und Tetanus, nur weil ihre Erreger (wie auch die des Botulismus) anaerobe Clostridien sind. Der Gasbrand ist eine sehr schwere, rasch und radikal zu behandelnde Lokalinfektion und erst sekundär eine allgemeine Intoxikation, der Tetanus eine Erkrankung durch neurotrope Toxine, bei der die Entrittspforte sehr häufig ohne lokale Entzündung und chirurgische Behandlungsbedürftigkeit, nicht selten sogar unauffindbar ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • E. Kern
  • H. Schott

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