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Die Zulassung von Wertpapieren zum Börsenhandel und die Prospekthaftung

  • Heinz Bremer
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Als nach Gründung des Deutschen Reiches Emissionen auf den Markt gelangten, die von zweifelhaftem Wert waren, machte die Berliner Börse 1881 die Zulassung der Wertpapiere privater Aussteller zum Börsenhandel von gewissen Mindestanforderungen abhängig. Insbesondere wurde die Veröffentlichung eines Prospekts verlangt, der alle für die Beurteilung der Wertpapiere wesentlichen Tatsachen enthielt. Etwas später bestimmte die Berliner Börsenordnung, daß das Börsenkommissariat der Fondsbörse den Handel in einem bestimmten Effekt den vereideten Maklern nur dann gestatten dürfe, wenn in hinreichender Weise die für die Beurteilung des Effekts wichtigen Angaben von der einführenden Firma durch Aushang in der Börse und Insertion in Berliner Zeitungen bekanntgemacht worden seien. In der Praxis hatte sich dazu eine Anzahl leitender Gesichtspunkte herausgebildet, die auch für die anderen deutschen Börsen zum Vorbild wurden. Sie stellten jedoch kein bindendes Recht dar, sondern waren Erfahrungssätze, die im Einzelfall Abwandlungen unterlagen. Die Bonität des zuzulassenden Papiers prüfte das Börsenkommissariat nicht. Jedoch beanspruchte es das Recht, die Zulassung von Papieren auch dann zurückzuweisen, wenn ihre UnZuverlässigkeit offenbar erschien.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Heinz Bremer
    • 1
  1. 1.Berliner BörseDeutschland

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