Die statische Bedeutung der Linea aspera

Vierter Beitrag zur funktionellen Anatomie und kausalen Morphologie des Stützapparates
  • Friedrich Pauwels

Zusammenfassung

Der Femurschaft ist in sagittaler Richtung leicht nach vorne konvex ausgebogen und wird an der konkaven Hinterseite durch eine längs verlaufende Leiste, die Linea aspera, verstärkt. Nach der bisherigen Auffassung erhöht die Linea aspera die Tragfähigkeit des Femurschaftes, weil sie der konkaven Hinterseite als Verstärkungsleiste aufliegt, also in der Krümmungsebene liegt und dadurch den Durchmesser des Querschnittes in der Ebene vergrößert, in welcher er die größte Biegebeanspruchung erfährt. „Durch diesen Pilaster (Linea aspera) erhält der mehr rundliche Knochenquerschnitt die Gestalt eines Dreiecks, dessen größte Höhe von vorne nach hinten durch den Pilaster verläuft. Der größte Durchmesser des Querschnittes liegt also in der Richtung der größten Beanspruchung“ (Grunewald).

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Literatur

  1. Grunewald, J.: Die Beanspruchung der langen Röhrenknochen des Menschen. Z. orthop. Chir. 39, 271.Google Scholar
  2. Kirsch: Die Theorie der Elastizität und die Bedürfnisse der Festigkeitslehre. Z. Ver. dtsch. Ing. 42, 797 (1898).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

  • Friedrich Pauwels
    • 1
  1. 1.AachenDeutschland

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