Histopathogenese und biologische Eigenschaften

  • Gerhard Ott
Part of the Experimentelle Medizin, Pathologie und Klinik book series (EXPERIMENTELLE, volume 32)

Zusammenfassung

Fremdkörpersarkome entstehen ausnahmslos in der fibrösen, avasculären Kapsel. Dieses Narbengewebe ist eine Präsarkomatose. Sie bildet sich bei inerten Stoffen wie Kunststoffen und Edelmetallen in nennenswerter Quantität nur bei soliden, relativ großen, nicht aber bei pulverförmigen Implantatformen. Histologisch finden sich Unterschiede in der Menge dieses präsarkomatösen Gewebes je nach der Form, d. h. je nach Größe, Oberflächenbeschaffenheit und Porosität, je nach Gewebsverträglichkeit des implantierten Materials, Verweildauer des Fremdkörpers, Körperregion der Implantation, Art des Körpergewebes, Tierart und evtl. zusätzlichen, die Wundheilung beeinflussenden Faktoren. Dabei finden sich zahlreiche Beziehungen zur unterschiedlichen Sarkomgefährdung. Es ist ein Anliegen dieser Untersuchungen wie auch des ergänzenden Literaturstudiums zu zeigen, daß diese Vielfalt für die Blastogenese der Fremdkörpersarkome bedeutsamer Faktoren allein durch eine unterschiedliche Quantität des gebildeten gefäßarmen, präsarkomatösen Narbengewebes zu interpretieren ist.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Gerhard Ott
    • 1
  1. 1.Chirurgischen AbteilungEvangelischen KrankenhausBonn-Bad GodesbergDeutschland

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