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Syphilitische Granulome

(Granulome bei Spirochätosen)
  • R. Beiling
  • W. Ehrich
  • E. Letterer
  • F. Roulet
Part of the Handbuch der Allgemeinen Pathologie book series (PATHOLOGIE, volume 7 / 1)

Zusammenfassung

Wenn es gilt, eine moderne Darstellung der Granulome zu entwerfen, die uns bei der Syphilis in ihren verschiedenen Manifestationen entgegentreten, ist man in der heutigen Zeit etwas verlegen, weil wir bekanntlich den Spätstadien der Krankheit mit immer zunehmender Seltenheit begegnen, bzw. weil sich ein nur so beschränkter Formenkreis dieser Erscheinungen nachweisen läßt, daß wir die pathologische Histologie der Syphilis entschieden nicht mehr so beherrschen, wie es noch vor 30 Jahren der Fall war. Daher bin ich in diesem Abschnitt, viel mehr als für die andern Kapitel dieses Beitrags, gezwungen, auf ältere Arbeiten und Beschreibungen zurückzugreifen. Man wird auch hier eine einigermaßen befriedigende Analyse der Histogenese und der histochemischen Beschaffenheit der Granulome, wie sie für das tuberkulöse Granulom z. B. möglich war, vermissen; das dazu benötigte Material stand nicht zur Verfügung. Über die Beziehungen zwischen Spirochaeta pallida und Organismus wird hier nur so viel gesagt werden, als es unbedingt notwendig erscheint, um für einzelne Punkte einen Erklärungsversuch zu geben; auch in dieser Beziehung allerdings weiß man heute nicht viel mehr als früher, und man ist noch weit davon entfernt, sichere Angaben darüber machen zu können, warum z. B. in der Spätperiode (oder im tertiären Stadium) mehr oder weniger plötzlich große Granulome gebildet werden, oder warum in andern Fällen mehr diffuse, mutilierende oder sklerosierende Prozesse entstehen, oder noch warum überhaupt nach einer oft sehr langen Latenzperiode die Spirochäten erneut Zeichen einer Aktivität manifestieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Ohg. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • R. Beiling
  • W. Ehrich
  • E. Letterer
  • F. Roulet

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