Zusammenfassung

Die Morphologie und der formale Ablauf der Erythropoiese sind durch die grundlegenden quantitativ-karyometrischen Arbeiten von Leibetseder1, Schwarz2, Wolfers3 und insbesondere von Weicker4 im wesentlichen geklärt. Wir wissen heute, daß in der Entwicklungsreihe der Erythropoiese fünf Zellformen aufeinanderfolgen. Am Anfang steht der Proerythroblast, dem nach der Jacobj sehen Einteilung die Kernklasse K 2 zukommt. Aus ihm gehen durch hemihomoplastische Teilung zwei basophile Makroblasten hervor (Kernklasse Kl), von denen der eine homoplastisch einen neuen Proerythroblasten (K 2) bildet, während der zweite in drei aufeinanderfolgenden heteroplastischen Succedanteilungen zwei polychromatische Makroblasten (K 1/2), daraus vier polychromatische Normoblasten (K 1/4) und aus diesen acht orthochromatische (oxyphile) Normoblasten (K 1/8) hervorbringt. Die Reifeteilungen der Erythroblasten werden von einer Reduktion des Kernvolumens und der Chromosomenzahl begleitet. In den ausgereiften Zellen jeder Kernklasse vom basophilen Erythroblasten an findet die Hämoglobinsynthese statt; Weicker5 spricht von sog. „Hämoglobinisierungs-phasen“. Aus den acht orthochromatischen Normoblasten gehen durch Entkernung acht Reticulocyten hervor, die sich vielleicht nochmals teilen6 und schließlich 16 Erythrocyten liefern.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG, Berlin · Göttingen · Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Remmele
    • 1
  1. 1.Pathologisches InstitutUniversität HeidelbergDeutschland

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