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Das artmäßige (qualitativ) Abnorme

  • Hemmo Müller-Suur

Zusammenfassung

Mit den zuletzt (§31) behandelten Fragen sind wir bereits an die Grenze des Bereichs des eigentlichen, des gradmäßig oder quantitativ Abnormen gekommen.

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Literatur

  1. 1.
    Ewald, G.:Schizophrenie, Schizoid, Schizothymie(Kritische Bemerkungen), Z. Neur. 77 (1922).Google Scholar
  2. 1.
    Ewald ist daher in seinem Lehrbuch (München 1944, S. 343) auch von dieser Annahme zurückgetreten und meint, daß „ein besonderer Faktor“ auch beim man.-depr. Irresein wahrscheinlich sei.Google Scholar
  3. 2.
    Luxenburger: Handb. d. Geisteskrkh. v. Bumke, Erg.-Bd. I, Berlin 1939, und Handb. d. Erbkrkh. Bd. 4,Leipzig 1942.Google Scholar
  4. 3.
    Schneider, K.: Die Schichtung des emotionalen Lebens und der Aufbau der Depressionszustände. Z. Neur. 59 (1920).Google Scholar
  5. 1.
    Zu dieser Frage vergleiche: Müller-SU UR: Zur Kasuistik der unverständlichen Impulshandlungen Jugendlicher u. zum Begriff der „epileptoiden“ Psychopathie, Allg. Z. Psychiatr. 120 (1942). — Es gibt aber auch noch andere Argumente gegen eine „epileptoide“ Psychopathie; vgl. z.B. Kurt Schneider: Psychopathische Persönlichkeiten.Google Scholar
  6. 2.
    Vgl. dazu Kurt Schneider: Die Beurteilung der Zurechnungsfähigkeit. Stuttgart 1948.Google Scholar
  7. 1.
    Inwieweit dieser „Diagnose“ als einer speziellen Grenzerscheinung aus dem Ubergangsgebiet des psychisch quantitativ Abnormen ins Normale tatsächlich eine Berechtigung zukommt, vgl. § 43.Google Scholar
  8. 1.
    Schneider, Carl: Die Psychologie der Schizophrenen. Leipzig ]930.Google Scholar
  9. 2.
    Berze U. Gruhle:Psychol, d. Schizophrenie.Berlin 1929.Google Scholar
  10. 1.
    Luxenbubger: Handb. d. Geisteskrkh. v. Bumke, Erg.-Bd. I.Berlin 1939.Google Scholar
  11. 1.
    Vgl. dazu Kurt Schneider: Der Krankheitsbegriff in der Psychiatrie. Mschr. Psychiatr. 49 (1921). — Die psychopathischen Persönlichkeiten, 1. Aufl. 1923, 9. Aufl. 1950, Wien. — Abnormität und Krankheit im Psychischen, Mschr. Kriminalpsychol. 20 (1929). — Zum Krankheitsbegriff in der Psychiatrie. Dtsch. med. Wschr. 1946, 306 sowie Beiträge zur Psychiatrie 2. Aufl. Stuttgart 1948 S. 5ff. — Da der Satz: Krankheit ist stets körperlich, nur ein Teil der Definition von Kurt Schneider ist (und zwar der Teil, den heute alle Psychiater anerkennen), gebe ich, um Mißverständnissen in bezug auf Kurt Schneiders eigene Auffassung vorzubeugen, im folgenden (nach persönlicher Mitteilung von Kurt Schneider) noch seine ganze Definition wieder. Sie lautet: (1) Voraussetzung: Die Sprache des „empirischen Dualismus“ (Wechselwirkung). — (2) Satz („de fide“): Krankheit gibt es nur im Leiblichen. Krankhaft heißen wir seelisch Abnormes nur dann, wenn es von Krankheit verursacht ist. — (3) Folgerung: Es gibt also seelisch Abnormes als Krankheitsfolge und als bloße Variation. (Das eventuelle leibliche Korrelat dieser Variation wäre auch nur als Variation zu denken.)Google Scholar
  12. 2.
    Vgl. dazu H. Müller-Suur: Über das Verhältnis der naturwissenschaft-lichen und der geisteswissenschaftlichen Betrachtungsweise in der medizinischen Psychologie, Nervenarzt 1947.Google Scholar
  13. 1.
    Vgl.K. Jaspers:Allgemeine Psychopathologie. 3. Aufl., S. 316. (1923); 4. Aufl., S. 372, 581, 590 (1946); Berlin: Springer.Google Scholar
  14. 1.
    Mit dieser Definition von Jaspers steht nicht (wie häufig fälschlich angenommen wird) im Widerspruch, daß jede „Entwicklung“ auch als „Prozess“ im weiteren Sinne aufgefaßt werden kann. Der „psychische Prozeß“ im Sinne von Jaspers ist vielmehr nur als eine besondere Prozeßform anzusehen, die zwischen organischen Prozessen und seelischen Prozessen im weiteren Sinne liegt.Google Scholar
  15. 2.
    Vgl. Kurt Schneider: Zum Krankheitsbegriff in der Psychiatrie. Dtsch. med. Wschr. 1946, 306. Daß Kurt Schneider diese Konsequenz nicht zieht, liegt vielleicht daran, daß bei seiner Auffassung des „empirischen Dualismus“ der Ton sehr stark auf der Trennung von Leib und Seele liegt, so daß darüber der Zusammenhang, der die Wechselwirkung doch erst möglich macht, in den Hintergrund tritt. Mit dem tatsächlichen Zusammenhang von Leib und Seele, der empirisch ebenso aufdringlich ist wie deren Trennung, bekommt das hier behandelte Problem aber seine praktische Bedeutung.Google Scholar
  16. 1.
    Ewald,G.: Über Prozeß und Entwicklung.Zbl. Neur. 40, 664 (1925).Google Scholar
  17. 1.
    Vgl. dazu das nächste (VIII.) Kapitel, besonders S. 92 f.Google Scholar
  18. 1.
    Vgl. zum folgenden auch die tabellarische Übersicht über die Differenzen des psychischen Normbegriffs (S. 145).Google Scholar
  19. 1.
    Ein eindrucksvolles Beispiel für den Fall der senilen Demenz bietet das Buch von Wasianski: Immanuel Kant in seinen letzten Lebensjahren. Königsberg, 2. Aufl. (1941).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. 1950

Authors and Affiliations

  • Hemmo Müller-Suur

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