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Vom Umgang mit lungenkranken AIDS-Patienten

Conference paper

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird versucht, einige Aspekte der bisherigen Erfahrungen in der Betreuung lungenkranker AIDS-Patienten in Frankfurt/M zusammenzufassen und daraus Vorschläge zum Umgang mit lungenkranken AIDS-Patienten abzuleiten. Der behandelnde Pneumologe muß insbesondere die Angst des Patienten vor der schlechten Prognose der Erkrankung und die Angst vor den gesellschaftlichen Folgen der Erkrankung realisieren und so das notwendige Vertrauen des Patienten gewinnen. Wir empfehlen insbesondere, daß der Arzt auf strikte Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht achtet und dafür sorgt, daß der HIV-infizierte Patient ohne Diskriminierung behandelt wird.

Bei der Entscheidung für eine invasive Diagnostik oder eine Therapie, die mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden ist, sollte bedacht werden, ob die zu treffende Maßnahme dazu beiträgt, dem Patienten ein möglichst langes Überlegen mit akzeptabler Lebensqualität zu ermöglichen. Am Beispiel der Pneumocystis-carinii-Pneumonie wird gezeigt, daß diese Abwägung auch zugunsten invasiver Eingriffe, wie z. B. der Fiberglasbronchoskopie mit bronchoalveolärer Lavage und gegebenenfalls transbronchialer Lungenbiopsie, ausfallen kann.

Besonders wird auf die Maßnahmen eingegangen, die bei einem invasiven Eingriff wie der Fiberglasbronchoskopie zum Schutz des Personals beachtet werden müssen. Schließlich wird gezeigt, daß die Betreuung lungenkranker AIDS-Patienten durch den Pneumologen in enger Zusammenarbeit insbesondere mit Infektiologen, Hämatologen/ Onkologen und Neurologen erfolgen muß.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1988

Authors and Affiliations

  • M. Rust
    • 1
  1. 1.Zentrum der Inneren Medizin Abteilung für PneumologieKlinikum der J. W. Goethe-UniversitätFrankfurt/M 70Deutschland

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