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IgE-Antikörper bei Patienten mit Insulinallergie

  • K. Federlin
  • H. G. Velcovsky
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 80)

Zusammenfassung

Während allergische Spätreaktionen nach Insulin selten unangenehme Folgen haben, kann es beim Soforttyp zur Generalisation mit anaphylaktischen Erscheinungen kommen. Inwieweit solche Gefahren drohen, war bisher nur vom klinischen Bild her zu beurteilen. Während milde Reaktionen über längere Zeit bestehen können, ist eine ausgedehnte Reaktion vom Soforttyp stets Vorbote einer Generalisation. Ursache für die Sofortallergien sind bekanntlich Antikörper der Immunglobulinklasse IgE. Zum Nachweis einer spezifischen Reaginaktivität gegen Insu-lin wurden mehrere in vivo- und in vitro-Methoden benutzt, die jedoch aus den verschiedensten Gründen unbefriedigend war. Es handelt sich um den PrausnitzKüstner-Versuch (Prausnitz u. Kästner, 1921), bei dem das Risiko einer Hepatitis oder einer anderen Infektübertragung auf die Kontrollperson besteht. Dies wurde beim Tierversuch, z. B. mit Rhesusaffen (Layton et al., 1962), zwar vermieden, brachte jedoch das Problem mit sich, daß die Untersuchungen nur an wenigen Institutionen möglich waren und ihre Zahl begrenzt sein mußte (Federlin u. Gigli, 1968). In vitro-Untersuchungen an Leukozyten des Patienten (Degranulation oder Histaminfreisetzung) oder eine Antigenstimulation von Lymphozyten (Halpern et al., 1967) gelangen zwar in speziell damit befaßten Laboratorien, konnten aber nicht als Routineverfahren angesehen werden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • K. Federlin
    • 1
  • H. G. Velcovsky
    • 1
  1. 1.Sektion für klin Immunologie des Zentrums für InnereMed. u. Kinderheilkunde Univ. UlmDeutschland

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