Ultraschalldiagnostik der Nieren

  • H. Lutz
  • R. Petzold
  • D. Sailer
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 80)

Zusammenfassung

Bei Verwendung eines zweidimensionalen Ultraschallsystems (B-scan) wird die normale Niere im Längsschnitt als längsovale, gegen das umgebende Gewebe scharf abgegrenzte Formation abgebildet. Dem Nierenparenchym entspricht der reflexarme, also dunkle „Mantel“. Die hellen Reflexe im Zentrum entstehen an den Strukturen des Nierenbeckens sowie den in diesem Bereich verlaufenden größeren Gefäßen. Auch im Querschnittbild sind Parenchym und Pyelon gut voneinander abzugrenzen. Dieses sonographische Nierenbild ist so charakteristisch, daß auch eine dystope Niere erkannt werden kann. Die Größe der Niere kann in allen Durchmessern gemessen werden. Wichtig ist aber vor allem, daß die Dicke des Parenchyms exakt gemessen und im Verhältnis zum Durchmesser des Pyelons beurteilt werden kann. Somit eignet sich die Ultraschallmethode zur Erkennung und Verlaufsbeobachtung aller chronischen Nierenerkrankungen, die mit einer Rarefizierung des Parenchyms einhergehen. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen erweist sich als Vorteil gegenüber den röntgenologischen Verfahren, daß bei der Ultraschallschnittbildmethode kein Kontrastmittel benötigt wird, die Methode also nicht an eine noch erhaltene Funktion des zu untersuchenden Organs gebunden ist.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • H. Lutz
    • 1
  • R. Petzold
    • 1
  • D. Sailer
    • 1
  1. 1.Med. Klinik mit Poliklinik Univ. Erlangen-NürnbergDeutschland

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