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Quantitative immunhistochemische Bestimmung von Aminoglykosidantibiotika in Innenohrflüssigkeiten

  • M. Mihelic
  • M. Galic
  • W. Giebel
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht 1993 book series (VBDG HNO, volume 1993 / 2)

Zusammenfassung

Aminoglykosidantibiotika werden trotz ihrer Nebenwirkungen wie Nephrotoxizität und Ototoxizität zur Therapie bestimmter Infektionen eingesetzt. Unter ihnen gehört Gentamycin zu denjenigen mit dem stärksten otoxischen Potential. Dieses ist auf ionische sowie hydrophobe Wechselwirkungen zwischen dem Aminoglykosid und Diphosphoinositidphosphat (PIP2) zurückzuführen. PIP2 ist Vorläufer zweier sog. second messengers, dem Inositoltriphosphat (IP3) und dem Diacylglycerol, die eine Vielzahl zellulärer Prozesse regulieren. In der Literatur wurden pharmakokinetische Untersuchungen beschrieben, nach denen Aminoglykosidantibiotika verzögert eliminiert werden und sich im Innenohr anreichern, insbesondere in den äußeren Haarzellen, den Deiterschen und Hensen-Zellen sowie Typ-I-Zellen des Vestibulums. Sie werden vom Innenohr rasch aufgenommen, von wo sie sehr langsam eliminiert werden. Der Nachweis der Lokalisation von Gentamycin in der Meerschweinchen-Cochlea ist limitiert aufgrund des geringen Molekulargewichtes und der guten Löslichkeit.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • M. Mihelic
    • 1
  • M. Galic
    • 1
  • W. Giebel
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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