Advertisement

Struktur und Gestalt, ein Verhältnis von Enthalpie zu Entropie

  • Hartmut Heine
Conference paper
Part of the Veröffentlichungen aus der Forschungsstelle für Theoretische Pathologie der Heidelberger Akademie der Wissenschaften book series (VERÖFF PATHOL)

Zusammenfassung

Mit Entstehen der Hochkulturen in der Achsenzeit (500 v. Chr., Jaspers 1958) ist die Frage nach dem Werden, dem Fortschreiten von der Möglichkeit zur Wirklichkeit, der zentrale philosophische Bezugspunkt. Ein Verständnis der Natur wird dabei aus dem Verhalten natürlicher Gegensätze wie „warm:kalt“, „trocken: feucht“, „hart: weich“ usw. abgeleitet. Während aber z. B. im chinesischen Denken komplementäre Vorgänge auf das Gegensatzpaar Yin-Yang bezogen werden, das sich in unaufhörlichen Prozessen der Umwandlung ständig ergänzt und schließlich zur Harmonie des Ganzen führt, gründet das antike griechische Denken auf der vom Wettkampf abgeleiteten Epikrateia-Vorstellung: In der Auseinandersetzung zweier Antagonisten ist unbedingt dem stärkeren, wirkkräftigeren der Vorzug zu geben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bergmann L, Schäfer Cl (1961) Lehrbuch der Experimentalphysik, Bd 1. Walter de Gruyter, BerlinGoogle Scholar
  2. Bischof N (1989) Ordnung und Organisation als heuristische Prinzipien reduktiven Denkens. Nova acta Leopoldina NF 63, Nr. 272:285–312Google Scholar
  3. Crutchfield JP, Farmer JD, Packard NH, Shaw RS (1987) Chaos. Spektrum der Wissenschaft, Heft 2:78–90Google Scholar
  4. Dalmédico AD (1992) Sophie Germain. Spektrum der Wissenschaft, Heft 2:80–87Google Scholar
  5. Hauss WH (1992) Unspezifische Mesenchymreaktion und die primär chronischen Mesenchym-erkrankungen. Dt Ärztebl 89:812Google Scholar
  6. Heine H (1988) Gibt es ein Strukturprinzip des Myokards? Morph Jahrb 135:463–474Google Scholar
  7. Heine H (1991) Lehrbuch der biologischen Medizin. Hippokrates Verlag, StuttgartGoogle Scholar
  8. Jaspers K (1953) Einführung in die Philosophie. Piper Verlag, MünchenGoogle Scholar
  9. Jeffrey GA, Saenger W (1991) Hydrogen Bonding in Biological Structures. Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York TokyoGoogle Scholar
  10. Jürgens W, Peitgen HO, Saupe D (1989) Fraktale — eine neue Sprache für komplexe Strukturen. Spektrum der Wissenschaft, Heft 9:52–64Google Scholar
  11. Köhler W (1920) Die physischen Gestalten in Ruhe und im stationären Zustand. Eine naturphilosophische Untersuchung. Vieweg, BraunschweigGoogle Scholar
  12. Nylén P, Wigren N (1958) Einführung in die Stöchiometrie, 8. und 9. Aufl. Dietrich Steinkopff Verlag, DarmstadtGoogle Scholar
  13. Prigogine I (1989) Die physikalisch-chemischen Wurzeln des Lebens. In: Meier H (Hrsg) Die Herausforderung der Evolutionsbiologie, 2. Aufl. Piper Verlag, München Zürich, pp 19–52Google Scholar
  14. Trincher K (1981) Die Gesetze der biologischen Thermodynamik. Urban und Schwarzenberg, Wien München BaltimoreGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Hartmut Heine

There are no affiliations available

Personalised recommendations