Chirurgie bei aseptischer Knochennekrose und bei Cholesteatom des äußeren Gehörgangs

  • K. Jahnke
  • E. Zöller
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1990 / 2)

Zusammenfassung

Wir berichten über die seltenen Krankheitsbilder der aseptischen Knochennekrose und des Cholesteatoms des äußeren Gehörgangs. In den letzten sechs Jahren sahen wir insgesamt sechs Patienten mit aseptischer Knochennekrose des äußeren Gehörgangs, bei zwei Patienten beidseits. Der Terminus schließt nicht aus, daß in der Pathogenese nicht auch z. B. eine umschriebene Periostitis, wie nach Trauma, einen wesentlichen Faktor darstellen kann. Eine mögliche Entzündung ist jedoch weitgehend und spontan abgeklungen. Es handelt sich folglich um eine völlig andere Entität als die der Otitis externa necroticans. Die Knochendefekte liegen meist medial am Gehörgangsboden und können auch auf die vordere Gehörgangswand übergreifen. In dieser können sich Epidermisschuppen sammeln, oder es bildet sich ein klassisches Cholesteatom, wie es Otto Mayer in vier Fällen und später Altmann und Waltner histologisch überzeugend darstellen konnten. Hierbei handelt es sich um Cholesteatome des äußeren Gehörgangs mit markantem Knochenabbau bei geschlossenem Trommelfell und unauffälligem Mittelohr. Nicht gemeint sind Anulus-Cholesteatome nach Tympanoplastik vorwiegend mit der Auflegetechnik oder kleine Epidermisperlen. Fast alle Patienten gaben die häufige Benutzung von Wattestäbchen an, während die Vorgeschichte sonst unauffällig war. Insbesondere ergab sich kein Anhalt für spezifische Entzündungen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • K. Jahnke
    • 1
  • E. Zöller
    • 1
  1. 1.EssenDeutschland

Personalised recommendations