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Die End-zu-End-Ureterostomie als Therapie der kurzstreckigen Harnleiterläsion

  • H. Knönagel
  • P. Jaeger
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 40)

Zusammenfassung

Die Ureterresektion und anschließende End-zu-End-Anastomose hat in der rekonstruktiven Harnleiterchirurgie nur einen begrenzten Stellenwert. Bei einer kurzstreckigen Läsion im mittleren oder proximalen Drittel liegt jedoch eine gute Indikation vor, und zufriedenstellende Spätresultate sind möglich. Wir haben von 1986 bis 1988 vier Patienten auf diese Weise operiert (Tabelle 1). Es handelte sich einmal um einen semimalignen Desmoidtumor bei einem 37jährigen Mann, der den Ureter von außen infiltriert hat. Bei einem 73jährigen Mann ist nach perkutaner Lithotripsie und Stoßwellen-Behandlung eines Ausgußsteines eine proximale Harnleiterstenose aufgetreten, die auch nach ureteroskopischer Bougierung nicht durchgängig blieb. Bei einem 51jährigen Mann ist es anläßlich einer Ureterolithotomie im proximalen Harnleiter zu einem Ureterabriß gekommen, was durch End-zu-End-Anastomosierung rekonstruiert wurde. In der Folge kam es an diesem Ort zu einer Stenosierung, die über eine drei Monate lange Dilatation erfolgreich behoben werden konnte. Und schließlich wurde bei einem 42jährigen Mann anläßlich einer lumbalen Laminektomie wegen Diskushernie (Zugang von dorsal) der Harnleiter verletzt. Die Rekonstruktion des Harnleiters durch End-zu-End-Anastomose erfolgte zwei Wochen nach der Verletzung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • H. Knönagel
    • 1
  • P. Jaeger
  1. 1.Urologische KlinikUniversitätsspitalZürichSchweiz

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