Zur Bedeutung der HLA-Antigene in der Immungenetik

  • W. R. Mayr
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft book series (VDGDERMATOLOGIE, volume 33)

Zusammenfassung

Das HLA-System, das den Haupthistokompatibilitätskomplex des Menschen darstellt, wird über den kurzen Arm des Chromosoms 6 weitergegeben und umfaßt ungefähr ein Tausendstel des menschlichen Genoms (Übersicht bei Mayr, 1980). In dieser chromosomalen Region liegt eine Reihe eng gekoppelter Genorte, die folgende Erbmerkmale steuern:
  1. a)

    die serologisch definierten Merkmale der Loci HLA-A, B und C, die mit quantitativen Unterschieden an allen kernhaltigen Zellen des Organismus vorliegen

     
  2. b)

    die mit Hilfe der gemischten Lymphocytenkultur definierten HLA-D-Spezifitäten, die eine eingeschränkte Gewebsverteilung aufweisen (Vorkommen hauptsächlich an B-Lymphocyten, Monocyten, Makrophagen und Endothelzellen). Der Genort HLA-D ist sehr eng mit HLA-DR, der serologisch nachweisbare Merkmale mit analoger Gewebsverteilung und sehr hoher Korrelation mit HLA-D-Determinanten codiert, gekoppelt oder mit HLA-DR identisch

     
  3. c)

    Proteine, die dem Komplementsystem angehören: C2, C4 und Bf.

     

Literatur

  1. Mayr WR (1980) Neue Entwicklungen auf dem Gebiet des HLA-Systems. Med Lab 33: 175–183Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • W. R. Mayr
    • 1
  1. 1.Inst. f. BlutgruppenserologieUniv. WienWienÖsterreich

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