Ultraschallgesteuerte perkutane Nierensteinentfernung

  • P. Alken
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Urologie book series (VBDGUROLOGIE, volume 33)

Zusammenfassung

Die perkutane Nephrostomie, unter Ultraschall- und Röntgendurchleuchtungskontrollen durchgeführt, hat eine nahezu zu vernachlässigende Komplikationsrate. Dieser Zugang kann unproblematisch zur Entfernung von Nierensteinen benutzt werden, wenn geeignete Instrumente zur Verfügung stehen und bestimmte Prinzipien beachtet werden. Die Punktion erfolgt in üblicher Weise in Lokalanästhesie, wobei die Position der Nephrostomie der Lage der Steine angepaßt werden muß. Zur Aufdehnung des Nephrostomiekanals wird ein Teleskopbougierset1 [1] benutzt, das eine schnelle und relativ atraumische Bougierung bis zu 27 Charr erlaubt. In Lokalanästhesie durchgeführt sind dazu 2 Sitzungen erforderlich, in Epiduralanästhesie kann der Kanal akut auf 27 Charr aufgedehnt werden und Punktion, Dilatation und Steinentfernung sind mit dem Instrumentarium zur perkutanen Nierensteinentfernung1 in einer Sitzung möglich. Bei allen endoskopischen endorenalen Manipulationen muß ein pyelorenaler Reflux vermieden werden: Durch Verwendung eines Niederdruck-spülsystems, geringe Höhe des Spülflüssigkeits-reservoirs, geringe Füllung des Hohlsystems und intravenöse Applikation von Mannitol. Mit der Ultraschallsonde1 können Nierensteine beliebiger Größe und Zusammensetzung erfolgreich zertrümmert werden [2]. Das Risiko mechanischer Pyelonläsionen ist bei sachgerechter Handhabung zu vernachlässigen [3].

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1982

Authors and Affiliations

  • P. Alken
    • 1
  1. 1.Joh.-Gutenberg-UniversitätMainzGermany

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