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Wasserstoffkrankheit des Kupfers

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Part of the Fertigung und Betrieb book series (FERTIGUNG, volume 10)

Zusammenfassung

Flüssiges oder auch hoch erhitztes Kupfer nimmt aus sauerstoffhaltiger Umgebung leicht Sauerstoff auf, mit dem es sich zu dem sehr spröden Cu2O (Kupfer-I-Oxid) verbindet. Hüttenkupfer, das nicht durch Desoxydation (z. B.. mit Phosphor) sauerstofffrei gemacht wurde, enthält zwischen etwa 0,015 und 0,04% an Kupfer gebundenen Sauerstoff. In gegossenem, nicht desoxydiertem Kupfer umhüllt ein feinkörniges Gemenge aus Cu2O-Teilchen und Kupferkörnern (eutektische Umhüllungen) die Kupferkristallite. Beim Herstellen von Schliffen für die mikroskopische Betrachtung wird dieses Schalenwerk zerschnitten. Unter dem Mikroskop sieht man deshalb in sauerstoffhaltigem gegossenem Kupfer ein Netzwerk aus kleinen bläulichen Cu2O-Teilchen (Bild 135). Bei Betrachtung im Dunkelfeld und in polarisiertem Licht erscheint Kupfer-I-Oxid leuchtend rubinrot (Nachweis). Da die zähen Kupferkristallite durch dieses Schalenwerk aus harten Cu2O-Teilchen voneinander getrennt werden, kommt die Zähigkeit des Kupfers nicht zur Wirkung, und das Gußstück ist spröde.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland

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