Einleitung

  • Hans Winterstein
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 18)

Zusammenfassung

Rund ein Drittel des Lebens verbringen wir in einer anderen Welt. Für ein Drittel unseres Lebens tauchen wir in die geheimnisvollen Tiefen des Schlafes, aus denen wir nur kärgliche Trümmer von Traumerinnerungen an das Licht des Wachens retten. Was geht in diesem seltsamen Zustande vor? Was ist sein Wesen, sein Sinn und sein Ursprung? Wer hat sich solche Fragen nicht schon gestellt? Die meisten, die nicht von Berufs wegen mit den Funktionen des Organismus zu tun haben, kümmern sich wenig um diese, es sei denn, daß krankhafte Störungen in unliebsamer Weise die Aufmerksamkeit auf sie lenken. Aber die Rätsel von Schlaf und Traum haben wohl schon seit den ältesten Zeiten die grübelnde Phantasie der Menschen beschäftigt. Die Traumbühne, auf der das eigene Ich in ständig wechselnder Szenerie mit Lebenden und längst Verstorbenen agiert, hat schon den Wilden mit abergläubischen Schauern der Ehrfurcht erfüllt und war die Quelle für die Trennung von Leib und Seele in der Philosophie des Urmenschen. — Wir sind auch heute noch weit entfernt, den dunklen Vorhang heben zu können, aber die wissenschaftliche Forschung hat doch von verschiedenen Standpunkten aus da und dort einen Blick hinter die Kulissen zu werfen vermocht. Was wir dabei zu sehen bekommen, wollen wir im folgenden kurz zu schildern versuchen.

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© Springer-Verlag OHG. 1953

Authors and Affiliations

  • Hans Winterstein
    • 1
  1. 1.IstanbulTurkey

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