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Aktueller Stand der Meinungsbildung zur Frage der Verschlimmerung und des mono- bzw. mehrsegmentalen Wirbelsäulenschadens als BK 2108

  • O. Blome

Zusammenfassung

Die mehr als 100jährige Geschichte der gesetzlichen Unfallversicherung belegt eine Symbiose zwischen der medizinischen Wissenschaft, insbesondere der Arbeitsmedizin und dem Berufskrankheitenrecht, in die beide Disziplinen vor ca. 70 Jahren eingegangen sind, die aber weit über die Berufskrankheitenprophylaxe hinausreichen dürfte. Die Berufskrankheiten haben schon in der Vergangenheit die medizinischen Fachbereiche aus Sicht der kausalen Fragestellung vor erhebliche Probleme gestellt und werden sie auch zukünftig vor neue Probleme stellen, die Anlaß zur wissenschaftlichen Durchdringung des medizinischen Bereichs bilden. Die neuen medizinisch wissenschaftlichen Erkenntnisse befruchten wiederum den Verordnungsgeber wie auch die Unfallversicherungsträger im funktionalen und im institutionellen Bereich. Der Schwerpunkt der juristischen und der medizinischen Fragestellung war bei den Berufskrankheiten zunächst monokausal. Der Versicherte wurde als Objekt bestimmter betrieblicher Einwirkungen gesehen, die es nach wissenschaftlichen Maßstäben zu konkretisieren und nach rechtlichen Maßstäben zu erfassen galt. In der Zwischenzeit hat sich ein rasch fortschreitender Erkenntnisgewinn in allen medizinischen Fachgebieten vollzogen, von dem die Arbeitsmedizin auch nicht unberührt geblieben ist. Ellwanger hat bereits 1978 [1] in der Zeitschrift „Die deutsche Rentenversicherung“ auf den Wandel der Krankheiten allgemein hingewiesen und festgestellt:

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Anmerkungen

  1. 1.
    Ellwanger, Deutsche Rentenversicherung, 1978, S. 384ff.Google Scholar
  2. 2.
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    Schulte, Holthausen, MonSchr. für Arbeiter-und Angesteiltenvers. 1936 Sp.204Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • O. Blome

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