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„Halb zog sie ihn, halb sank er hin…“[4] Spannungsverhältnisse bei Hautplastiken

  • D. Krahl
  • P. K. Kohl
  • W. Hartschuh
Conference paper
Part of the Fortschritte der operativen und onkologischen Dermatologie book series (OP.DERMATOLOGIE, volume 10)

Zusammenfassung

Die chirurgische Forderung nach spannungsfreiem Wundverschluß wurde bei verschiedenen dermatologischen Wundverschlußverfahren überprüft. Mit einer sterilisierbaren Präzisionsfederwaage wurden die zu verschiebenden Wundränder bei unterschiedlichen Arten von Defektverschlüssen nach Tumorexzisionen unter Verlagerung in die Position bei Wundverschluß auf die entstehende Spannung hin untersucht. Im einzelnen wurden 5 Dehnungsplastiken, 2 U-Lappen, 4 subkutan gestielte Lappen, 3 Rotationslappen und 2 Transpositionslappen einbezogen. Spannungen zwischen 700 und über 1 000 mp traten bei GewebeverSchiebungen mit überwiegend longitudinalem Spannungsvektor (Dehnungsplastik, U-Lappen, subkutan gestielter Lappen) auf. Bei Gewebeverschiebungen im Sinne einer Kreissektorbewegung (Rotationslappen, Transpositionslappen) waren die erforderlichen Spannungen mit 300–500 mp geringer. Offensichtlich ist die Forderung nach spannungsfreiem Wundverschluß unrealistisch und sollte durch die erfüllbare Forderung einer möglichst geringen Spannung ersetzt werden. Möglichkeiten, über vorliegende semiquantitative Aussagen zu verfeinerten Ergebnissen zu kommen, sind an speziell angepaßte Meßapparaturen gebunden. Die Berücksichtigung von zu erwartender Spannung bei Wundverschlüssen kann helfen, Komplikationen wie Lappenspitzenne- krosen, Dehiszenzen oder hypertrophische Narben zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Wundnaht Spannung Elastizität Hautplastik 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • D. Krahl
  • P. K. Kohl
  • W. Hartschuh

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