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Tumoren der Eileiter

  • H.-E. Stegner
Part of the Spezielle pathologische Anatomie book series (SPEZIELLE, volume 20 / 2)

Zusammenfassung

Die Eileiter sind die am wenigsten zur Geschwulstbildung prädestinierten Organe des weiblichen Genitale. Diese Tatsache ist vermutlich eher in einer phylogenetischen Stabilität und balancierten Zellkinetik als im Fehlen onkogener Noxen begründet. Trotz relativ geschützter Lage sind die Tuben im Reproduk- tionsalter der Frau nicht selten aszendierender Infektion und damit einem großen Spektrum exogener Noxen ausgesetzt. Unspezifische und spezifische Salpingitiden sind aus diesem Grunde im älteren Schrifttum häufig als prädisponierende Faktoren der Geschwulstentwicklung angesehen worden. Ein schlüssiger Beweis für diese Hypothese steht aus. Im Laufe der Jahre ist die Zahl kasuistischer Berichte über die verschiedensten gut- und bösartigen Tumoren der Tube gewachsen. Viele dieser Berichte sind eher von histogenetischem als von praktischklinischem Interesse. Das gilt insbesondere für zahlreiche Typen benigner asymptomatischer Tumoren, deren Entdeckung mehr zufällig als gezielt erfolgt. Die bösartigen Primärgeschwülste der Tuben sind in vieler Hinsicht den serösen und endometroiden Karzinomen der Ovarien vergleichbar, nicht zuletzt auch in ihrer schlechten Prognose aufgrund ungünstiger Bedingungen der Früherkennung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • H.-E. Stegner
    • 1
  1. 1.Abt. für gynäkologische Histopathologie und ElektronenmikroskopieFrauenklinik der UniversitätHamburgBundesrepublik Deutschland

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