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Wesentliche Teilursächlichkeit — dargestellt anhand konkreter Beispiele aus der Praxis des Unfallchirurgen

  • U. Heitemeyer
Conference paper

Zusammenfassung

Durch den Gutachtenauftrag zur Unfallzusammenhangsfrage wird der Unfallchirurg aufgefordert, den mechanischen Ablauf eines angeschuldigten Ereignisses in der Beziehung zu einem Körperschaden zu analysieren und zu werten. Der Auftraggeber erwartet vom Gutachter die medizinisch begründete Aussage, ob das Unfallereignis rechtlich wesentliche Teilursache eines behaupteten Erst- und Folgeschadens gewesen ist. Der medizinische Gutachter ist angehalten, von den durch das Ermittlungsverfahren der Verwaltung in der Akte vorgegebenen Fakten als sog. Anknüpfungstatsachen für seine Untersuchungen und Schlußfolgerungen auszugehen. Die im Zuge der Sachverhaltsaufklärung im Akteninhalt vorgegebenen Ereignisschilderungen basieren auf den von medizinischen Laien erstellten Unfallanzeigen der Unternehmer, auf häufig unpräzise und ungenau abgefaßten D-Arztberichten und auf subjektiv eingefärbten Schilderungen des „Unfalls“ durch die Versicherten. Aufgrund unfallmechanischer Erkenntnisse sowie unfallmedizinischer Erfahrung lassen sich bestimmte Verletzungsmuster und Funktionseinbußen eindeutig definierbaren Ereignisabläufen zuordnen. Es ist daher nicht abwegig zu befürchten, daß die unreflektierte Zugrundelegung der aus den Akten ersichtlichen Anknüpfungstatsachen dem Gutachter die Lösung einer Zusammenhangsfrage mitunter geradezu schablonenhaft aufzwingt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • U. Heitemeyer

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