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Gelegenheitsursache — versicherungsrechtliche Definition als Hilfe für den Gutachter?

  • W. Ricke
Conference paper

Zusammenfassung

Nach Ausführungen zur rechtlich-wesentlichen Ursache und zum Unfallbegriff kann folgende Feststellung getroffen werden: Das Vorliegen eines Unfalls — zur Diskussion steht nicht die Frage, ob der Unfall auch ein Arbeitsunfall ist — verlangt u. a., daß ein äußeres Ereignis einen Körperschaden, den sog. Erstschaden, rechtlich-wesentlich verursacht. Das ist in vielen Fällen, in denen nur ein äußeres Ereignis überhaupt in Betracht kommt, eindeutig, z. B. beim schweren Sturz mit einem Beinbruch. Fraglich ist aber der Eintritt eines Unfalls, wenn neben dem äußeren Ereignis einer Ursache bestehende Schäden oder Dispositionen des Betroffenen — sog. Vorschäden — ebenfalls zu dem Körperschaden beitragen [1].

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Literatur und Anmerkungen

  1. 1.
    Brackmann, Handbuch d. Sozialversicherung s. 488 s ff, Erlenkämper, MedSach 1991, 39, Ludolph ebd S 44, Rauschelbach ebd S 47Google Scholar
  2. 2.
    z. B. BSG SozR 2200 § 548 Nr. 51Google Scholar
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    Zahlreiche Beispiele nach der Rechtsprechung bei Brackmann aaO, S 489 q ff. und Lauterbach/Watermann, Gesetzliche Unfallversicherung, Kommentar, 3. Aufl. § 548 RVO Anm. 15Google Scholar
  4. 4.
    Fischer (1977) Die Berufsgenossenschaft, S 602Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • W. Ricke

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