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Zusammenfassung

In den vorliegenden Untersuchungen wurde das Inhalationsnarkotikum Halothan verwendet, da es wohl auch heute noch — allein oder in Kombination mit Succinylcholin — die häufigste Ursache (70–80%) für die Auslösung von MH-Krisen ist [50, 275]. Dies dürfte neben der sicherlich hohen Triggerpotenz in erster Linie auf die nach wie vor weite Verbreitung von Halothan zurückzuführen sein. So stellt Halothan seit einem Vierteljahrhundert mit inzwischen mehreren hundert Millionen Narkosen das weltweit meistverwendete Anästhetikum dar. Über die Wirkungen von Halothan auf den tierischen und menschlichen Organismus liegt eine kaum noch zu überblickende Vielzahl von Untersuchungsergebnissen vor. Differierende Versuchsanordnungen und Versuchstierspezies, v. a. aber die mangelnde Standardisierbarkeit hochentwickelter biologischer Systeme, wie sie insbesondere menschliche Organismen darstellen, führten dabei zwangsläufig zu mehrdeutigen, teils widersprüchlichen Resultaten. Darin liegt begründet, daß in der vorliegenden Arbeit vergleichende Untersuchungen über die Wirkungen von Halothan an MH-unempfindlichen Schweinen durchgeführt wurden. Die für beide Tiergruppen identischen Versuchsbedingungen erlaubten eine bestmögliche Unterscheidung der MH- und halothanspezifischen Veränderungen. Zum bes seren Überblick und auch zum besseren Verständnis der diesen Veränderungen zugrundeliegenden Mechanismen werden die an nMHS- und MHS-Schweinen gewonnenen Ergebnisse getrennt diskutiert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • N. Roewer
    • 1
  1. 1.Abteilung für AnästhesiologieUniversitäts-Krankenhaus EppendorfHamburg 20Germany

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