Zur Beurteilung der Testierfähigkeit

  • K. Foerster

Zusammenfassung

Die Begutachtung der Testierfähigkeit ist nach übereinstimmender Meinung eine der schwierigsten forensisch-psychiatrischen Aufgaben. Die retrospektive Beurteilung ist dadurch erheblich erschwert, daß der zu beurteilende Proband in der Regel verstorben ist. Diese Tatsache zwingt den psychiatrischen Sachverständigen dazu, von einer prinzipiellen Grundregel seiner Tätigkeit abzugehen, nämlich ein Gutachten nur dann zu erstatten, wenn der Proband persönlich untersucht wurde. Weitere Schwierigkeiten liegen in oft gegensätzlichen, häufig von unterschiedlichen Interessen geleiteten Zeugenaussagen. Gleichwohl nehmen diese Aufgaben für den psychiatrischen Sachverständigen zu, weil Testamente offenbar häufiger angefochten werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • K. Foerster

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