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Zusammenfassung

Als Einleitung mit einer Stellungnahme zur Wissenschaft im allgemeinen und zur sportmedizinischen Forschung im speziellen ist kein anderer Beitrag besser geeignet als der des mit diesem Buch zu ehrenden H. Weicker, den er auf der akademischen Feier zu seiner Emeritierung und zu seinem 70. Geburtstag im Mai 1990 in Heidelberg vorgetragen hat. Wissenschaft soll zu allgemeingültigen Aussagen führen, die logisch und widerspruchsfrei ein Geschehen so beschreiben, daß es prognostizierbar ist. Die Vorstellung vom hohen Ordnungsgrad im menschlichen Organismus hat lange unser Denken beherrscht, beschreibt aber doch die dynamischen Prozesse sicher nur unvollständig, wie Weicker ausführt. Er wirft die Frage auf, ob sich Natur mit dem konventionellen Wissenschaftsverständnis überhaupt erfassen läßt und ob nicht unregelmäßige „chaotische“ Phasen die Systeme stärker als vermutet beherrschen („Wandel von Ordnung und Chaos“ nach Gerok). Dies wird diskutiert für metabolische Prozesse im Zusammenhang mit der Muskelkontraktilität (sowie Glykogenmobilisation Glykolyse, Purinnukleotidzyklus), aber auch unter klinischen Aspekten (Osteoporose, Neoplasie, Immunreaktion, Cholestase). Zirkadiane Rhythmen, wie auch der Alterungsprozeß, stützen diese Anschauung.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • M. Weiß

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