Advertisement

Blutstillung mit Fibrinkleber bei Patienten unter Antikoagulantienbehandlung

  • J. Zöller
  • A. Herrmann
Conference paper

Zusammenfassung

Die sogenannte Nachblutung ist die häufigste Komplikation in der zahnärztlichen Praxis. Sie tritt meist unmittelbar mit dem Nachlassen der vasokonstriktorischen Wirkung des Lokalanästhetikumzusatzes auf. Durch lokale Druckausübung läßt sich diese in der Regel leicht stillen. Selten sind weitere Maßnahmen, wie dichter Wundverschluß, notwendig. Anders verhält es sich bei Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Hier kann eine unkomplizierte Zahnentfernung zu einer lebensbedrohlichen Blutung führen. Die Indikationen für eine Antikoagulantientherapie sind Zustand nach prothetischem Klappenersatz und Gefäßprothesen, die Gefahr von Thrombenbildung im Herzvorhof bei Vorhofflimmern, embolischer zerebraler Insult, transitorische ischämische Attacken (TIA’s) sowie Thrombophlebitis und Phlebothrombose der tiefen Bein- und Beckenvenen. Die Prävention beruht auf einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes durch Dauergabe von Medikamenten der Cumarin- oder Heparingruppe. Bei der arteriellen Verschlußkrankheit (AVK) und der koronaren Herzerkrankung (KHK) wird zunehmend die Indikation zu einer Gabe von Acetylsalizylsäure gestellt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bloß U, Linden C (1982) Erfahrungen mit dem Fibrinkleber in der chirurgischen Zahnheilkunde. Zahnärztl Prax 1: 18–22Google Scholar
  2. Gitt H-A, Bethmann W (1986) The Use of Fibrin Sealant in Various Maxillosurgical Indications. In: Schlag G, Redl H (Hrsg) Plastic Surgery Maxillofacial and Dental Surgery. Springer, Berlin Heidelberg, S 152Google Scholar
  3. Grimm G, Niekisch R (1986) Complications in Hemophilic Patients Under Conditions of Fibrin Sealing. In: Schlag G, Redl H (Hrsg) Plastic Surgery Maxillofacial and Dental Surgery. Springer, Berlin Heidelberg, S 178Google Scholar
  4. Herrmann A, Zöller J, Neumann F, Saggau W (im Druck) Kieferchirurgische Eingriffe bei Herzklappenpatienten. Zahnärztl WeltGoogle Scholar
  5. Keresztesi K, Wutka P (1979) Neue Methode der Blutstillung nach Zahnextraktionen bei Blutgerinnungsstörungen. Zahnärztl Prax 2: 52 — 58Google Scholar
  6. Krupp S (1989) Kritische Gedanken zur Fibrinklebung. In: Gosepath J (Hrsg) Aktuelle Methoden der Gewebeklebung im Kopf-Halsbereich. Urban und Schwarzenberg, S 77Google Scholar
  7. Leuthold B, Bormann R (1989) Autologer Fibrinkleberlokales Hämostyptikum nach stomatologisch-chirurgischen Eingriffen bei Patienten, die unter Antikoagulantientherapie stehen. Zahn Mund Kieferheilkd 77: 268–272Google Scholar
  8. Niekisch R (1980) Die Fibrinklebungeine neue Methode zur Versorgung von Zahnextraktions wunden bei Patienten mit erhöhter Blutungsneigung. Stomatol DDR 30: 902–907PubMedGoogle Scholar
  9. Siegle M, Blümel G, Stemberger A, Fritsche H-M, Haas S (1978) Kein Blutungsrisiko durch Wundversiegelung. Problemlose Zahnextraktion bei Marcumarpatienten durch Fibrinklebung. ZM 18: 993–995Google Scholar
  10. Wepner F (1979) Lokale Blutstillung im Kiefer-Gesichtsbereich mit Hilfe des Fibrinklebesystems. Öst Z Stomatol 76: 70–73Google Scholar
  11. Wepner F (1984) Die Wundversiegelung mit dem Fibrinklebesystem Tissucol bei Patienten mit hämorrhagischen Diathesen. Stomatol DDR 34: 390–395PubMedGoogle Scholar
  12. Wepner F (1986) Wound Management in Oral Surgery Using the Fibrin Adhesion System (Tissucol/ Tisseel). In: Schlag G, Redl H (Hrsg) Plastic Surgery Maxillofacial and Dental Surgery. Springer, Berlin Heidelberg, S 171Google Scholar
  13. Zöller J, Kristen K (1990) Die chirurgische Behandlung von Patienten mit Gerinnungsstörungen. Zahnärztl Prax 2: 46–51Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • J. Zöller
  • A. Herrmann

There are no affiliations available

Personalised recommendations