Neue Ansätze in der Diagnostik und Therapie der Alopezie in der Gynäkologie

  • J. Klobusch
  • K. Mössler
  • T. Rabe
  • B. Runnebaum
Conference paper

Zusammenfassung

Zur differentialdiagnostischen Abklärung der Alopezie wurde an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg ein umfangreiches Diagnostikprogramm eingeführt (Tabelle 1). Neben dem Ausschluß internistischer Erkrankungen und einer gezielten Hormondiagnostik ist neu die Suche nach Umweltbelastungen hinzugekommen. Der Dimaval-Test dient dem Nachweis mobilisierbarer Kupfer- und Quecksilberspeicherungen im Organismus, verursacht vorrangig durch Amalgamfüllungen (Daunderer 1989; Schiele et al. 1989). Die Durchführung des Tests erfolgt mit dem Chelatbildner DMPS = 2,3-Dimercapto-1-propansulfonsäure. Die Messung der Schwermetallkonzentration im Urin erfolgt vor und bis zu 7 Stunden nach Gabe von DMPS (1 Kapsel à 100 mg/10 kg KG). Da das Urinvolumen unberücksichtigt bleibt, erfolgt die Konzentrationsangabe in (μg/g Kreatinin. Ferner erfolgt eine Bestimmung von Arsen, Thallium, Blei und Cadmium, da diese Substanzen konzentrationsabhängig ebenfalls zu Haarausfall führen können. An Spurenelementen werden Zink und Selen bestimmt, die beide für enzymatische und immunologische Prozesse wichtig und zudem an der Elimination von Schwermetallen beteiligt sind. Bei Verdacht auf Holzschutzmittelintoxikation wird das Blut auf Lindan (Hexachlorzyklohexan), PCP (Pentachlorphenol) und Ameisensäure (Oxidationsprodukt von Formalin) untersucht.

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York 1991

Authors and Affiliations

  • J. Klobusch
    • 1
  • K. Mössler
    • 2
  • T. Rabe
    • 1
  • B. Runnebaum
    • 1
  1. 1.Abteilung für Gynäkologische EndokrinologieUniversitäts-Frauenklinik HeidelbergDeutschland
  2. 2.Städt. Kliniken DarmstadtHautklinikDeutschland

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