Early Pregnancy Factor: Verschwinden aus dem Serum frühschwangerer Frauen nach Applikation von RU 486

  • W. Straube
  • W. Wodrig
  • A. Weber
  • M. Ressel
Conference paper

Zusammenfassung

Der Early Pregnancy Factor (EPF) ist einer der vielversprechendsten Immuno-biomarker der Schwangerschaft. Er gilt als immunsuppressives Peptid mit einem basalen Molekulargewicht von etwa 14 kD (Böse et al. 1989). Der EPF gehört zu den embryonalen Signalen, die bereits vor der Implantation der Blastozyste im peripheren Venenblut nachweisbar sind; darüber hinaus ist er im Urin, Seminal-plasma, Fruchtwasser und in Überständen von Plazenta-, Embryonal- und Tumorgewebskulturen zu finden. Der EPF wird seit seiner Erstbeschreibung durch Morton et al. 1974 mit dem Rosettenhemmtest, einem umständlichen, störanfälligen und für klinische Fragestellungen nur bedingt einsetzbaren Verfahren, bestimmt. Als diskriminante Größe gilt bei diesem Test ein suffizientes Anti-T-Lymphozytenglobulin, an dessen Stelle aber auch monoklonale Antikörper mit CD 2-Rezeptor-Spezifítat und Ciclosporin A eingesetzt werden können. Bisherige Bemühungen zur Isolierung des Faktors als Grundlage für den Aufbau einfacher zu handhabender und besser reproduzierbarer Bestimmungsmethoden waren nur partiell erfolgreich. Bei gestörter Frühschwangerschaft, wie ektoper Gravidität und imminentem Abort, ist der EPF-Nachweis trotz häufig erhöhter ß-HCG-Werte fast immer negativ. Als „Modellfall” für diese klinische Situation könnte die Applikation des Progesteronrezeptorantagonisten RU 486 (Mifepri-ston®) in der sehr frühen Schwangerschaft gelten.

Literatur

  1. 1.
    Böse R, Chang H, Sabbadini E, McCoshan J, Mahadevan MM, Fleetham J (1989) Purified human early pregnancy factor preimplantation embryo possesses immunosuppresive properties. Am J Obstet Gynecol 160:954–962PubMedGoogle Scholar
  2. 2.
    Morton H, Hegh V, Clunie GJA (1974) Immunosuppression detected in pregnant mice by rosette inhibition test. Nature 249:459–460PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York 1991

Authors and Affiliations

  • W. Straube
    • 1
  • W. Wodrig
    • 1
  • A. Weber
    • 1
  • M. Ressel
    • 1
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik GreifswaldDeutschland

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