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Innere Medizin pp 389-421 | Cite as

Endokrinologie

  • L. Schaaf
  • K.-H. Usadel
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die Bedeutung der Endokrinologie in der Inneren Medizin liegt in der Integration verschiedener Organsysteme und ihrer Wechselwirkungen.

Die wichtigsten endokrinen Erkrankungen betreffen die Schilddrüse, das endokrine Pankreas, die Hypophyse, die Nebennieren und die Gonaden. Die Störungen werden in Über- und Unterfunktionszustände unterteilt. Je nach betroffenem Organ werden primäre, sekundäre oder tertiäre Störungen definiert.

Die euthyreote Jodmangelstruma ist die häufigste Schilddrüsenerkrankung. Hyperthyreosen können medikamentös, chirurgisch oder durch Radiojod behandelt werden. Bei Hypothyreosen führt die Substitution von Levothyroxin rasch zu einer Besserung der allgemeinen Mangelsymptomatik.

Beim Diabetes mellitus steht der absolute oder relative Insulinmangel im Vordergrund. Das Spätsyndrom ist vor allem durch die Mikro- und Makroangiopathie bedingt.

Die Hypophysenerkrankungen werden in Überfunk-tionszustände einzelner Zellgruppen (Prolaktinom, Akromegalie, Morbus Cushing) und in Krankheitsbilder einer globalen bzw. partiellen Hypophyseninsuffizienz unterteilt.

Eine Überproduktion von Nebennierenrindenstero-iden führt zum Hyperkortisolismus (Cushing-Syndrom). Eine Unterfunktion (Morbus Addison) kann bei krisenhafter Verschlechterung mit Bewußtseinsverlust rasch lebensbedrohlich werden.

Bei den Gonadenerkrankungen sind neben selteneren erworbenen Störungen vor allem primäre Defekte durch Chromosomenaberrationen (Klinefelter-Syn-drom) wichtig. Die Testosteronsubstitution bei Hypogo-nadismus dient langfristig vor allem der Osteoporose-prophylaxe.

Außer zur Substitutionsbehandlung werden Hormone auch zur Pharmakotherapie eingesetzt, wie z. B. die Glu-kokortikoide zur Immunsuppression und Entzündungshemmung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • L. Schaaf
  • K.-H. Usadel

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