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Sonderprobleme des Leistungssports

  • Kurt Biener

Zusammenfassung

Oral aktive anabole Steroide wurden in den sechziger Jahren gegen senile Debilität, Anorexie, Asthenie sowie in der Rekonvaleszenz angewandt. Bald benutzten männliche Athleten derartige Medikamente in der Hoffnung auf Leistungssteigerung; heutzutage sind auch Athletinnen Konsumenten. Die Ärzte waren mit der Verordnung für Sportler aus ethischen Gründen und wegen der Nebeneffekte wie Störungen des Leber- und Kortisonmetabolismus sowie möglicher Hypercholesterinämie und Hodenatrophie generell zurückhaltend. Objektive Untersuchungen über den Effekt einer Leistungssteigerung waren noch selten und widersprüchlich (Goldmann). Für den von Freed, Banks, Longson and Burley beschriebenen Doppelblindversuch in Nordengland (Manchester) wurden dreizehn Gewichtheber im Alter von 18–30 Jahren ausgewählt, welche mindestens ein Jahr im Leistungstraining standen. Kost und Training waren während des Versuchs gleichmässig geregelt; jeder Teilnehmer nahm u. a. täglich 1 pint (0,571) Milch und 0,45 kg Fleisch als zusätzliche Proteindiät zu sich. Sechs Athleten optierten für die Einnahme der niedrigen Dosis Methandienone (0,12–0,15 mg/kg) und sieben für die höhere (0,25–0,46 mg/kg) täglich. Sieben nahmen das Präparat zuerst, während sechs zuerst ein Placebo erhielten. Die Behandlung erfolgte über zwei aufeinander folgende Sechswochenperioden mit dem Präparat bzw. dem Placebo nach Zufallsauswahl.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Kurt Biener
    • 1
  1. 1.Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität ZürichZürichSwitzerland

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