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Technikbewertung: Machbar — Durchsetzbar — Verträglich — Erwünscht

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Part of the Informatik-Fachberichte book series (INFORMATIK, volume 229)

Zusammenfassung

Technikentwicklung verläuft nicht zwangsläufig — auch wenn sie von Interessierten gerne so dargestellt wird. Nahezu jede technische Entwicklung wird Ausprägung einer von mehreren realisierbaren Alternativen, wozu auch immer die Alternative des Verzichts auf eine gefährliche oder schädliche Technik gehört. Angesichts der hohen Irritier-barkeit gesellschaftlicher Entwicklung durch manche technischen Entwicklungen wird die Bewertung solcher Technik mehr und mehr notwendiger Teil demokratischer Willensbildungsprozesse [341]. Dies gilt für die frühzeitige, antizipierende Bewertung neuer technischer Entwicklungen ebenso wie für die Bewertung bereits eingeführter Technik zum Zwecke der Korrektur sozialer, ökologischer, rechtlicher oder kultureller Fehlentwicklungen [343]. Über die wissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Prognosen hinaus müssen bei der Bewertung gesellschaftlicher Folgen offene und verdeckte, kurz-, mittel- wie langfristige Gefahrenpotentiale und Chancen aufgezeigt werden, die durch die vielseitige Interdependenz technischer Entwicklung entstehen können. Wo diese Technikbewertung in die finanzielle oder rechtliche Ausformung der Forschung eingreifen kann, müssen alternative Wege entscheidungsreif aufbereitet werden. Inzwischen setzt sich die Einsicht durch, daß dieser Entscheidungsprozeß iterativ verlaufen muß, im fortgesetzten Wechselspiel zwischen Politik und Gesellschaft einerseits und Herstellern, Entwicklern und Technikbewertern andererseits, solange bis eine gesellschaftlich befriedigende Situation geschaffen wird.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität Bremen, InformatikBremen 33Deutschland

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