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Gruppentherapie zur Behandlung sexueller Funktionsstörungen bei Frauen in einem stationären Behandlungssetting - Konzeptdarstellung und Erfahrungsbericht

  • Adelaide Trierweiler

Zusammenfassung

Über sexuelle Schwierigkeiten oder Funktionsstörungen in der Allgemeinbevölkerung gibt es kaum Untersuchungen (vgl. Schnabel 1973; Schorsch u. Schmidt 1976, S. 224–233; Arentewicz und Schmidt 1980). Für klinische Populationen neurotischer und psychosomatischer Patienten gibt es noch weniger Daten (vgl. Bankroft 1985). Ergebnisse der neueren Sexualforschung lassen die Schlußfolgerung zu, daß sexuelle Funktionsstörungen Schwierigkeiten sind, die auf mangelnder Aufklärung, ängstigenden Tabus oder Kommunikationsstörungen in Partnerbeziehungen beruhen. Molinsky (1981) hat den Begriff der „;larvierten Sexualstörung“ geprägt, d. h. manifestes aber verborgenes Verhalten beim Geschlechtsverkebr, z. B. geheime Interaktionen und Verhaltensweisen - diskrete depotenzierende Verhaltensweisen der Frau oder geheime quälende, angsterregende oder entwürdigende Verhaltensweisen des Mannes führen zu einer Behinderung der wechselseitigen Lustphysiologie und damit zu den Symptomen der funktionellen Sexualstörung. In diesem Sinne sind sexuelle Funktionsstörungen auch immer als Kommunikationsstörungen zu verstehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Adelaide Trierweiler

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