Bedeutung von Mikrokalzifikationen in der Mammographie

  • G. E. Umbach
  • U. Kreth
  • H. J. Deck
  • H. G. Bender
Conference paper

Zusammenfassung

Der Nachweis von Mikrokalzifikationen in der Mammographie kann den entscheidenden Hinweis für die Frühdiagnose eines Mammakarzinoms liefern. Da Mikrokalzifikationen aber auch bei benignen Veränderungen vorkommen, sind röntgenologische Kriterien wünschenswert, die eine Dignitätsbeurteilung der zugrundeliegenden Gewebsveränderung erlauben. Wir analysierten daher die Beziehung zwischen röntgenologischen Charakteristika von Mikrokalzifikationen und der Wahrscheinlichkeit des Vorliegens eines histologisch benignen versus malignen Befundes. Nach Durchsicht von 19329 Mammographiebefunden fanden wir 62 biopsierte Fälle mit technisch ausreichend dargestellten, klinisch okkulten, gruppierten Mikrokalzifikationen als einzigem röntgenologisch auffälligem Befund. Die Häufigkeit derartiger — in beiden Ebenen nachgewiesener — Mikrokalzifikationen betrug 0,8% (146/19 329). Die Rate der histologisch positiven Biopsien (“positive predictive value”) betrug in unserem Kollektiv 31% (19/62). Von den 19 entdeckten Mammakarzinomen waren 9 intraduktal und 10 invasiv. Die einzelnen röntgenologischen Kriterien waren mit unterschiedlichen Risiken eines Mammakarzinoms vergesellschaftet. In allen 7 Fällen mit dem für Kalkmilchzysten typischen „Teetassenphänomen“ und allen 12 Fällen, in denen die Gruppenform der Mikrokalzifikationen in beiden Ebenen kreisförmig war, ließ sich kein Karzinom finden. Aus unserer kleinen Fallzahl lassen sich keine generellen Empfehlungen ableiten.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • G. E. Umbach
    • 1
  • U. Kreth
    • 1
  • H. J. Deck
    • 1
  • H. G. Bender
    • 1
  1. 1.Universitäts-FrauenklinikDüsseldorfDeutschland

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