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Tiefe Venenthrombosen nach Kaiserschnitt

  • E. Waldschütz
  • L. Heilmann
  • W. M. Fischer
Conference paper

Zusammenfassung

Die Angaben in der Literatur zur Thrombosefrequenz nach Kaiserschnitt liegen zwischen 0 und 3% [4]. Prospektive Studien mit einer exakten Diagnostik, z.B. dem radioaktiven Fibrinogentest, der Phlebographie oder Impedanzphlebographie, sind bisher nur von Friend [2], bzw. von Bergqvist [1] et al. durchgeführt worden. Vor dem Hintergrund dieser Untersuchungen führten wir eine prospektive Erhebung zur Thromboseprophylaxe bei Sectio durch. Als Screeningmethode zur Diagnose von proximalen, tiefen Beinvenenthrombosen benutzten wir die Impedanzphlebographie nach Wheeler [7]. Dementsprechend wurde eine Thrombose angenommen, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Untersuchungstagen die venöse Kapazität unter 100 mm und gleichzeitig der venöse Ausstrom unter 30 mm/3 s lagen. Bei jeder Patientin wurden vier Impedanzphlebographien durchgeführt: praeoperativ und am 3., 5. und 7. postop. Tag. Zur Thromboseprophylaxe hatten alle Patientinnen dreimal 500 ml 10% Hydroxyäthylstärke, kurz Haes genannt, erhalten. Während der Sectio, am Abend des Op-Tages und am ersten postop. Tag wurden 500 ml Haes verabreicht. Haes beeinflußt die Gerinnungsfaktoren hauptsächlich über die Hämodilution, bewirkt einen geringen Abfall des Faktor VIII und eine leichte Hemmung der Plättchenaggregation [3–6].

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • E. Waldschütz
    • 1
  • L. Heilmann
    • 1
  • W. M. Fischer
    • 1
  1. 1.Abteilung für Geburtshilfe und Perinatale MedizinZentrum für FrauenheilkundeEssenDeutschland

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