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Ausblick

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Part of the Informatik-Fachberichte book series (INFORMATIK, volume 198)

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurde das auf dem Frame-Konzept basierende Wissensrepräsentationsmodell FRM beschrieben. Es wurde zunächst eine formale Definition seiner Repräsentationskonstrukte und damit nach der hier verwendeten Terminologie seine syntaktischen Grundstrukturen festgelegt. Die Definition der Semantik der Repräsentationskonstrukte erfolgte in einem zweiten Schritt, in dem die durch FRM konstruierbaren Wissensbasen eingeschränkt wurden, so daß sie bestimmten, empirisch adäquaten Regularitäten genügen. Dies wurde mit der Formulierung von Integritätsbedingungen erreicht, welche inadäquate (Kombinationen von) Repräsentationsstrukturen als unzulässig ausschließen. Diese Integritätsbedingungen sind als Bestandteil von FRM unabhängig von einer bestimmten Anwendung und wurden deshalb modellinhärent genannt. Beispielsweise sind alle semantischen Relationen so durch Integritätsbedingungen bestimmt, daß eine Beziehung zwischen zwei Frames vollständig durch die Struktur der beteiligten Frames festgelegt ist und durch das Wissensrepräsentationssystem, das FRM realisiert, automatisch erzeugt bzw. gelöscht werden kann. Die Bedeutung der semantischen Beziehungen ist damit sehr weitgehend erfaßt worden. Dies gilt gleichermaßen für alle anderen Repräsentationskonstrukte von FRM, wie z.B. die verschiedenen Frame- und Slot-Typen. Die Spezifikation von FRM trägt somit der Erkenntnis Rechnung, daß Bedeutung nicht durch Namen, sondern nur durch Strukturen erfaßt werden kann. Die Änderungsoperationen von FRM sind auf die modellinhärenten Integritätsbedingungen abgestimmt und gewährleisten, daß invalide Wissensbasen niemals konstruiert werden können. Das ist von erheblicher Bedeutung für reale Anwendungen, die im Gegensatz zu Experimentalsystemen Wissensbasen von beträchtlicher Größe und Komplexität benötigen, so daß eine rein intellektuelle Kontrolle der Adäquatheit einer Wissensbasis (z.B. bezüglich der Konzepthierarchie) völlig undurchführbar ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  1. 1.InformationswissenschaftUniversität KonstanzKonstanzGermany

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