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Schwangerschaftsvorsorge durch Sonographie

  • H. Schillinger
Conference paper

Zusammenfassung

Wir blicken heute, etwa 30 Jahre nach der erstmaligen Anwendung des Echolots in der Geburtshilfe und Gynäkologie [2] auf eine Entwicklung zurück, die unser Fachgebiet grundlegend verändert hat. War das erste Dezennium der Ultraschallanwendung geprägt durch Pionierleistungen, die im deutschsprachigen Raum verbunden sind mit den Namen Kratochwil (Wien), Holländer (Münster) und ansmann (Bonn), so gelang es im folgenden Jahrzehnt, die Methode in der Schwangerschaftsdiagnostik soweit zu etablieren, daß sie in den Richtlinien zur Mutterschaftsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich verankert wurde [10]. Das letzte Jahrzehnt ist gekennzeichnet durch umwälzende technologische Verbesserungen auf dem Gebiet der Grauwertdarstellung und der Realtime- Technik, die einerseits zu einer nahezu vollständigen apparativen Ausrüstung gynäkologischer Praxen, andererseits zu einer Ausweitung der Indikationsbereiche geführt haben. Die Voraussetzungen für diese Entwicklung lagen in der Methode selbst begründet, die aufgrund ihrer Unschädlichkeit, Weichteildifferenzierung und Zeitauflösung den diagnostischen Anforderungen eines dynamischen Prozesses, wie ihn die Schwangerschaft darstellt, in idealer Weise entgegen kam (Abb. 1). Entsprechend nimmt die Sonographie heute einen dominierenden Rang in der Überwachung der Gravidität ein und ist zu einem integralen Bestandteil des Fachgebiets der Geburtshilfe und Gynäkologie geworden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • H. Schillinger
    • 1
  1. 1.FreiburgGermany

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